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weniger was in der veranlassten Unordnung hemmen, da dernämliche Adjutant Adenau grade jetzo seinen Posten verliess, nichtauf der Wachtparade erschien und aus der Stadt gegangen war.
§. 128. Auf den durch die Soldaten verursachten Lürin,welcher selbst während der Rathsversammlung vorgegangen war,folgte nun eine andere Unordnung, welche von Seite des Pöbelsbewtirkt wurde. Das Dauvensche Haus war noch seit Abendsvorher wegen der geförchtete Abreise nach Wien besetzt und nunward eine weitere Umstellung dreyer andern Häuser auf folgendeArt verursacht. Das Volk erinnerte sich nämlich noch wohl, wieman kurz vorher bey den Zunft wählen die neupartbeyisch gesinnteGlieder in mehreren Häusern eingesperrt und dadurch bey denWahlen zu erscheinen gehindert hatte. Hey solchen Geschichtenwaren besonders merkwürdig gewesen das Haus des RichardReumont und des Neumann Schillings. Man fürchtete also mitWahrscheinlichkeit, dass itzt bey der folgenden Tags vorkommendenallerwichtigsten Wahl ein ähnliches mit den Rathsherren geschehenwürde, und dieses zu verhindern wurden jene Häuser umringt.Der Baumeister von Tlienen aber hatte obangefiihrter massen denEntwurf des Ueberkömmsts vom 22ten in den Rath gebracht, undso diese die Aachensche Konstitution und Bürgerschaft beleidigendeVerordnung veranlasst. Man sah daher diesen Mann, nachdemjenes ruchbar geworden war, als besonders gefährlich an, wodurchdas Volk bewogen ward, auch dessen Haus zu bewachen. DieseUnordnung ward aber nach einigen Stunden durch die Ermahnungeiniger Geistlichen wieder gehoben. Der Pöbel zog sich von denletzterwähnten dreyen Häusern weg und gieng auseinander, aberdas Dauvensche Haus blieb auch noch folgende Nacht hindurchumstellt. *)
II. Unterabtheilung.
Unruhen selbst in ihrem höchsten Grade.
§. 129. Nun erschien der 24te Junius, ein Tag, welcher inden Jahrbüchern Aachens ewig merkwürdig bleiben und demrechtschaffenen Bürger allzeit ein trauriges Andenken zurücklassenwird. An ihm sollte nun die Veränderung vor sich gehen, aufwelche alle Patrioten als auf ihre Erlösung warteten. Aus deinbisher angeführten ist nämlich bereits hinlänglich bekannt, dassman mit Verwaltung der städtischen Finanzen äusserst unzufrieden
*) Man muss hieboy nochmal erinnern, dass die obevwähnte Be-wachung des Dauvenschen Hauses sowohl, als die kurze Besetzung derandern bis zu Ende nicht die geringste Bekleidung der Häuser selbst oderderen Einwohner mit sich führte.