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und ob man gleich an die Tax nicht mehr dachte, so wurden docheinsweilen die Materialien zum künftigen Hausbau angeschafft.Das Königs Mittelthor ward abgelegt und die davon abgebrochenenSteine nach Num. 11. zu den Fundamenten und sonsten gebraucht,ein ansehnlicher Theil des zum Hau nöthigen Holzes aber nachNum. 12. aus den städtischen Waldungen und aus den Stadt-graben herbeygeführt.
§. 54. Bald hiernach bekam Herr Bürgermeister DauvenLüsten, einen andern an den bereits erworbenen Jesuitenkloster-Garten stossenden und ihm sehr gelegenen Platz ebenmässig ansich zu bringen. Da solcher aber einer gewissen UngarischenKapelle gehörte, und diese ihre liegende Gründe nicht veräussernkann; so erfoderte es eine Erfindung, um jenen Wunsch in Er-füllung zu bringen ; und nun verfiel Herr Dauven auf das seinerAdministration ebenfalls überlassene, auf dem Plattenbauehsgrabengelegene desuitcngut.
§. 55. Da nämlich die besagte Kapelle eine an dieses Gutstossende Wiese hatte, zu welcher man, ohne einen Theil jenenJesuitenguts zu haben, nicht wohl kommen konnte; so ward einTausch erdacht, vermöge dessen der Kapelle von jenem Jesuitengutso viel gegeben werden sollte, als Herr Bürgermeister Dauvendagegen wieder von dem der Ungarischen Kapelle gehörigen, anseinem Hause liegenden Platz haben wollte. Aber das so schlechtwegauch keinem Kauf unterworfene Stück des (geistlichen) Jesuiten-guts musste erst feil werden; und nun ergieng den 21ten Maybesagten 1784ten Jahrs das sub Num. 13. beyliegende Ueberkömmst,worinn ein auf den mehr angeführten Platz stehendes Haus alsbaufällig angegeben, und so dessen Verkauf beliebt wurde.
§. 56. Unter dem Deckmantel dieses Ueberkömmst verkaufteaber nun Herr Bürgermeister Dauven nicht allein das besagte Haus,sondern auch die dazu gehörigen Ländereyen*) an eben den Halfen,der vorher, als solcher, darinn gewohnt hatte; behielt sich aberdaraus „ein in Länge und Breite ohngefähr 1650 Fuss haltendes,„an den Ungarischen vulgö Hunnsbenden gelegenes Stück gegen
*) Dem Inhalt der obangeführten Ueberkömmst nach, sollte mandenken, dass der Stadtrath blos zu Vermeidung der Baukosten den B efehl zu jenem Verkauf gegeben habe; man siebt aber nur zu deutlich,-dass dies nur eine Ausrede war, um mit wenigerm Aufsehen abermalseinen Theil des Jesuitenguts für jeden Preis weggeben zu können, dadas Haus nur den unbeträchtlichsten Theil des Verkaufs ausmachte, unddoch in dem Ueberkömmst von den dazu gehörigen Ländereyen, als derHauptsache, keine Erwähnung geschah.