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1 (1890)
Entstehung
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Zeugniss erweiset. Demnächst ward auch das nöthige schwereBauholz ohne Unterschied aus den gemeinen Waldungen genommen,und lag auf der an Besagtes Gebäude stossendon öffentlichen Pro-menade allem Volk vor Augen. *)

§. 51. Mittlerweile, und ehe noch dieser Bau vollendet war,zeigte sich der bereits genannte Richard Eeumont als Eigenthttmerdesselben, nahm ihn von dem eben besagten Scheins (§. 50.) ansich; und nun fand man leichter die Ursache des wohlfeilen An-kaufs und der bequämen Herbeyschaffung der Steine und desHolzes. **)

§. 52. Herr Bürgermeister Dauven, welcher nebst dem Wein-meister Schorenstein seit mehreren Jahren Verwalter der Aachen-so.hen Jesuitengüter war, äusserte nun gegen Ende des Jahres 1783den Wunsch, den jenen zugehörenden Ivlostergarten an sich zubringen, und, nachdem er am 19ten Jänner 1784 wieder zumBürgermeister erwählt worden war ***), rief er selbigen Tags beymgrossen Rath darum an und verlangte, dass man ihm davon, sovieler nöthig hätte, gegen Tax überlassen möchte. Die Sternzunft hielthierüber ein weitläuftiges Votum ab, worinn sie erwies, dass,sosehr man auch den Herrn Bürgermeister zu belohnen Ursachezu haben glaube, dieses aber auf Unkosten des Staats unmöglichgeschehen könne, und dass in gegenwärtigem Fall eine Verthei-lung, oder vielmehr Zerreissung des mit seinen übrigen Gebäudenund Gärten in einer Mauer zusammen liegenden Jesuitenklostersdurchaus unleidentlich, und es überhaupt weit nützlicher sey,wenn der in Frag gekommene Platz zu einem Spinn- Zucht- oderWaisenhaus angelegt werde ; und je nöt.higer dergleichen Anstaltenin Aachen seyen, desto feyerlicher protestirten sie gegen die Gut-heissung des besagten Verkaufs," wie alles dieses die Anlag subNum. 10 ausführlicher bewahrheitet; aber aller dieser wichtigenGründe ungeachtet, erreichte Herr Dauven durch Einwilligung desgrossen Raths seinen Zweck.

§. 53. Nun nahm er wirklich einen an die anderthalb Morgenhaltenden Platz des erwähnten Klosters als Eigenthum zu sich,

*) Da man über die Art der Abgebimg dieses Holzes, der Bestim-mung seines Werths und der Zahlung desselben sehr ungewiss war, undan gehöriger Sicherstellung des städtischen JErarii sehr zu zweifeln, Ur-sache zu haben glaubte, so verursachte das Ansehen des obangefiihrtenHolzes dem Aachensclien Bürger die grösste Aergerniss.

**) Man erinnere sich hierbey der §. 42. und sonsten erwiesenenBegünstigungen des Reumont.

***) Diesmal ward Herr Dauven seit sieben Jahren das fünftemalzum Bürgermeister erwählt.