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1 (1890)
Entstehung
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und liess sich so im Jahr 1778 den 24ten Junius jenes Amtgeben, welches er bis jetzo trägt, und binnen welcher Zeit ersechsmal die Bürgermeisterwürde dazu erhielt.

§. 44. In dem Jahr 1780 liess er sich einen Kammerscheinausfertigen, nach welchem ihm das Stadt Aachensche TErarium3000 Rthlr. schuldig seyn sollte, und in solchem ward die Be-zahlung der Zinsen bis zum Tag der Abtragung von der Rent-kammer zugesichert.

Als Grund dieser Schuldforderang wurde angegeben, dassHerr Dauven als Bevollmächtigter des Raths in Wien gewesen,und dafür noch nicht bezahlt worden sey.

Es ward aber solche Auskunft bey der Bürgerschaft durcheinige hierauf erschienene Pasquillen verdächtig gemacht, und obman diese gleich öffentlich verbrannte und das Kapital, wie HerrBürgermeister Dauven sagt*), durch gelegenheitlich verfügte Zah-lung abgetragen wurde, so war doch die Gerechtigkeit der Foderungnicht erwiesen, und die Bürgerschaft darüber nicht beruhigt, wiedies die gleich hierauf gefolgten Auftritte zeigen.

§. 45. Es stunden nämlich gleich hiernach die damaligenNeumänner, Michael Kreitz, Georg Schillings, ein damaliger Werk-meister Fell, ein Rathsverwandter Kaspar Lausberg**) und mehrereAndere gegen Herrn Bürgermeister Dauven und seine Anhängerauf, rührten die bisher angeführten Vorgänge aufs neue, undsuchten dem Volk die selbiges drückende Beschwerden überhauptin einer neuen Pasquille bekannt und begreiflich zu machen, wiedie sub Num. 8 beygebogene nackte Wahrheit erprobet; denn umihre Absicht desto sicherer zu erreichen, und ihrem Vorhaben fürdie Zukunft nachdruckliche Unterstützung zuzusichern, hielten sieZusammenkünfte, und suchten durch Stimmwerbung in der Krämer-zunft sich ein Uebergewicht zuwege zu bringen, wie dies die An-lage Num. 9. ausser Zweifel setzt.

§. 46. Um dies drohende Gewitter von sich abzuwenden,veranstaltete aber Herr Bürgermeister Dauven durch einen KornelVonderscheuren in dem nächst bey Aachen gelegenen Dorf Haarenein Gastmahl, worauf die obenbemerkten Beschwerdenführer undmehrere andere Rathsverwandte eingeladen waren, und erschienen.

Hier ward inter Pocula die Sache entschieden, die Beschwerdenauf die Seite gelegt, und eine Vereinigung zwischen den obbemerkten

*) Auskunft vom May 1786. ad 66. 67. 68. 69 und 70. Man seheoben Seite 192 und 193.

**) Wohl zu bemerken, dass diese Herren, welche damals gegenden Bürgermeister Dauven angiengen, jetzo nach geschehener Aussöhnungeben dieselbe sind, so nun seine Hauptstütze ausmachen.