284
Insiegelen bekräftiget, Deren einen Wir Herzog zu Gülich undden andern Wir Bürgermeister, Scheden und Rath zu Aach zu Unsgenommen und behalten; geschehen Gülich den Acht und zwan-zigsten Aprilis Anno Ein Tausend sechshundert sechssig.
Daran banget das grosse Statt-Siegel, wie an dem Haupt-Vertrag.
Anderer Nebenvertragvom Jahr 1660.
Beidersee Von GOttes Gnaden Wir Philipp Wilhelm Pfalzgraf bey
bflndnuB Rh e i n > i' 1 Beyern, zu Gülich, Cleve und Berg Herzog, etc. Und WirBürgermeister, Schelfen und Rath des Königlichen Stuhls und StattAach bekennen liiemit für Uns, Unsere Erben und Naclikömlingeu,Demnach durch die Gnade Gottes des Allmächtigen, die von vielenJahren her zwischen Unseren beyderseits Vorfahren wegen Unsererdes Herzogen Vogtey und Majorey in der Statt und Reich Aachund anderer Naehbahrlichen Irrungen geschwebte Differentienmehreren Inhalts jetzt aufgerichter Vergleichen beygelegt und dar-durch ein aufrichtig gutes nachbahrliches Vertrauen gepflanzet;ans naoh- Dass Wir aus solchem Vertrauen guter Nachbahrschaft und lier-zutrauen brachtet - Schutz- und Schirms-Anverwandschaft festiglieh bey-sammen stehen, einander treulich meinen, einer des anderen Bestesfürderen, Schaden und Nachtheil warnen, auch da Wir Herzog zuwider Gülich in hiesigen Unseren Landen, oder Wir Bürgermeister und
fremde
Anfcrtigun- Schelfen und Rath au Unser Statt Land und Leuth, oder auch angen ' Unseren beyderseits Recht und Gerechtigkeit und deren Besitzwiderrechtlich und de Facto angegriffen oder angefochten werdenauf eigene solten, einer dem anderen auf Unsere Kosten, jedoch, dass der zu-schickender Hülf mit nötigen Brod, Fourage, Servis und Obtag anHand gangen werde, nicht allein mit aller Hülf, Beystand undRettungs-Mittel beyspringen, sondern auch zu seiner Verthiitigungzu nötigen Werbungen befürderlich seyn und allen möglichen Vor-schub leisten wollen, wie solches zu Erhaltung gemeiner Ruhe undWohlstands geneigten Benachbahrten Reichsständen und Sekirms-Ausunni von Ver wanten wohl anstehet; jedoch haben Wir hiebey die Römisch-ciiescrKr n ei- Kayserl. Majestät und das H. Reich, den König in Franckreich,beyde Churfürsten zu Trier und Collen, das Hauss Oesterreich undBurgund und auch ßischoffen zu Luttich und Herzogen zuLotringen und Limburg beyderseits ausgenomen, ohne Gefährdeund Arglist; In Urkund der Wahrheit haben Wir dieses mit Un-serem Herzogen zu Gülich obgemelt für Uns, Unsere Erben und