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1 (1890)
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LXIX.

Nachdem ich Endes Unterschriebener regierender Bürger-meister in der Reichsstadt Achen in der Nacht vom ersten aufden zweiten dieses meine Person gegen die anhaltenden Zudring-lichkeiten des in Achen tumultuirenden Pöbels und seiner Anführermittels Hinübergehen auf ein benachbartes Gebiet in Sicherheitgebracht, folglich nunmehr in dem Pall mich befinde zur Ehre derWahrheit und Gerechtigkeit nachfolgendes Sachverhältniss ohne wei-tere Leib-und Lebens-Gefahr freimüthig zu jedwedem nöthig- unddienlichen- Gebrauche mittheilen zu können, so erkläre ich zur Nach-richt und Einleitung, der sowohl nach Wien als Brüssel abgesandtenMagistrats- und Rathsherren Deputaten benanntlich Hr. Lic. vonHoselt, respective und Hr. Schefifen fort Stadt-Rentmeister von Wildtund Freiherrn de Broe, dass da der aufgewiegelte Pöbel in derReichsstadt Achen die schreckbarsten Aufruhren und Excessenbekannter Dingen vollbracht, und bei der noch andauernden Gäh-rung immer zu Vollbringen natürlich im Begriffe steht ich daherohne allerhöchsten Orts wirklich erhaltenen allergnädigsten Schutzdie Stadt Achen zu betreten ganz gegründetes Bedenken trage,weder auch eine dergleichen Betretung der Stadt oder des Rath-hauses den ringsumher verstreuten und versteckten Magistrats-und Rathspersonen zuzumutlien mich getraue.

Unter den verübten schon genug bekannten Gewaltthatendes Pöbels kann ich hierbei die besonderen Zudringlichkeiten nichtverschweigen, welche nach dem 24. vorigen Monats Junii in Be-ziehung auf meine Person und in Betreff der den 26. und 30.ejusdem vorgegangenen Versammlungen einiger Rathsglieder sichzugetragen. Auf die wahre Mordgeschichte, die am 24. Juniusmitten im Rathssaale von dem unbändigen Pöbel verübet wurdekann man sich leicht vorstellen, dass ein grosser Theil der miss-handelten Magistrats- und Raths-Personen krank darniederläge,und dass der übrige Theil vor Furcht und Todesschröcken dasRathshaus als eine gewordene Mördergrube verabscheuen würde.

In dieser jämmerlichen Lage sannen indessen Pöbel und An-führer, ihre Absichten durchzusetzen. Am 26. besagten Juniusliefen daher ein gewisser Valkenburg und anhängige Spiessgesellenunter öffentlichem Trommelschlag die Strassen der Sladt ab undproklamirten dabei allenthalben, der Pöbel wolle nemlichen Tagessich einen Bürgermeister nach römischer Art wählen.

Alles war wirklich auf den Beinen. Die Anführer des Pöbelsschienen nun auf andere Gedanken gerathen zu sein. Da sie den