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LXVIII.
Veneris, 30. Juny 1786.
Kleines Raths.
Em. En. Rath geruhet es billig zum Vergnügen, den sosehrgewünschten Ruhestand der Stadt dermalen hergestellt zu sehen,um daher seinerseits an Nichts zu ermangelen, was auch in derentferntesten Beziehung zur Erhaltung dieser gemeinnützigen Ein-verstiindniss beitragen kann, so hat Hochderselbe die coram HerrnBürgermeister von Wylre heute vorgegangene Beeidigung derbürgerlichen Herren Deputaten hiemit begnämigt, zugleich abermit gerechter Empfindung wahrnehmen müssen, dass die HerrenBeamten, in deren Fach jeder der Deputirten angewiesen ist, an-heute weder im Beamtensitz noch auch im Rathe erschienen seien,wodurch also das zur Herstellung der allerseitigen dem Staateunentbehrlichen Zufriedenheit abzweckende Ziel der bürgerlichenDeputation gehemmet worden ist.
Da aber En. Er. Rath alles was dem Vaterlande in jeglichemBetracht vortheilhaft sein kann, allsofort pflichtenmlissig unter-nehmen, und dabei keine Verzögerung leiden will noch kann, soversieht sich hochderselbe von sämmtlichen Herrn Beamten, Wohl-dieselben werden ihren Eid und Pflichten gemäss die Verwaltungder ihnen anvertrauten Aemter dermalen desto promter und un-bedenklicher antreten, da der hergestellte Ruhestand unserer Vater-stadt ihnen nichts mehr zu fürchten überlässt, und es jedem derHerren Beamten in seinem Fache schmeichelhaft sein muss, mittelsder zugesetzten bürgerlichen Deputation dem löblichen Magistratvon den wider denselben angebrachten bürgerlichen Beschwerden(sowie es sich En. Er. Rath billig und anders nicht versieht) jeeher je lieber zu retten. Also beschlossen im versammelten KleinenRathe und den Herren Beamten jeglichen ad aedes eine Ebenschriftitzt gedachter Ueberkomst zuzustellen verordnet. Eodem ut supra.
D. P. M. Becker, Secretarius.