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1 (1890)
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Magistrat eine Sünde seyn! Weg mit solchen Kindereyen undbeigemischten Nebensachen, worauf nichts ankömmt.

Ad So, wie alle Produkten der Erde zu ihrer Zeit benutzet

11,12, werden müssen, und von der Natur ihr Daseyn nicht darum er-13, 14 halten haben, um unbenutzet zu nichts zu werden, eben also ver-& 15. hält es sich auch mit dem Holze, welches zu schätzbar ist, um esungebraucht in das Abnehmen gerathen zu lassen. Mehrere tausendBäume stehen wirklich in den Stadtwaldungen, theils zu dichtaufeinander, theils beschädiget, und theils im Gipfel erstorben.Einer hindert den andern, einer mit dem andern gelanget dahernicht zum behörigen Wachsthum, und so verdirbt einer mit demandern, und mehrere zusammen.

Wenn die Stadt durch fabelhafte Bestimmungen sich nichtscliröcken liesse, sondern ihre Waldungen von einigen tausendBäumen entlasten, und solche verkäuflich anbringen könnte, sowürden nämliche Waldungen in wenigen Jahren ein weit herr-licheres Ansehen erwinnen. . . . Diese ist die tägliche Sprache derStadtfurster, und mit ihnen eines jeden Kenners. Und so weitist es von einer Verhauung ab, dass es im Gegentheile der Axtnoch lange bedärfe, bevorn die Waldungen von den gar zu dichten,beschädigten und im Gipfel erstorbenen Stämmen gereinigetseyn wird.

Wenn man keinen bestimmten Käufer hat, sondern Holz-käufe überhaupt zum Verkaufe anbringen will, so geschieht solchesmittels Versteigerung, und muss alsdann Magistratus mit demMeistbietenden, wenn er auch gleich, wie man nicht ohne Schadenschon erfahren hat, der Einzigbietender ist, zufrieden seyn. Dieshindert aber gar nicht, dass einem Burger, der im Bau begriffenist, das darzu nöthige Holz gegen den taxirten Werth nicht solltekönnen überlassen werden.

Der Burdscheider Einwohner, wenn er bauet, erhält aus derBurdscheider gemeinen Waldung die Balken unentgeldlich. DerSladt Achenscher Unterthan in den Quartieren Würseln, Weidenund Haaren erhält es beinahe unentgeldlich, oder gegen eine ge-ringe Abgabe, und soll es der städtische Burger nicht einmal gegenZahlung des taxirten Wertlies bekommen dürfen ? Welcher Unsinn!

Magistratus hat hierinn unter den Bürgern keinen Unter-schied gemacht, sondern den wenigen, die darum sich gemeldethaben, das Holz gegen den taxirten Werth verabfolgen lassen.Und dieses wissen die Misvergnügte selbst, da unter ihnen etwelchesind, deren Eltern, Bruder und Oheim anf gleiche Art Holz vomMagistrat erhalten haben. Dies wird wol recht seyn, aber einemandern einzigen Manne will es von nämlichen Misvergnügten ver-