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1 (1890)
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Empfang von der Renthkammer abzunehmen, und solchen derNeumannskammer zuzuweisen.

Auch dieses wurde beschlossen, und von solchem Augenblickean konnte nämlicher abgestandene Burgermeister die Renthkammerohne Bedenklichkeit betreten, und diese Bürde zu seinem Unge-heuern Laste noch beifügen.

Inimittels da vorerwähnter massen der Status dessen gefertigtwäre, was aus dem von Niklas B ramm er z als Stadtrenthmeistergehabten Empfang abgängig befunden worden, erhielte Herr Re-gistrator Adenau den amtsmässigen Auftrag, sich zu selbigem zuverfügen, ihm den merklichen Abgang vorzuhalten, sodenn zu er-fragen, wohin solche Gelder verwendet Seyen, oder welche sonstigeAuskunft er desfalls zu geben wisse.

Der Auftrag wurde alsofort und genau vollzogen, des NiklasBrammerz Antwort war aber kurzum folgende:

Mein lieber Herr Adenau! Ich liab die Gelder zu mir ge-kommen : Ich bin ein grosser Sünder. Gott hat es mir ver-geben, ich holfe, dass die Herrn vom Rathhause es mir auchvergeben."

Hierauf erschiene Avider ihn der fiscalisclie Anwald, aberNiklas Brammerz ward zur Abendzeit in das Haus seines Schrva-gers, des unter den Misvergniigten erfindlichen Herrn WinandLeers, hingetragen, und von dannen nächtlicher Weile aus derStadt in das Gülichsche fortgeführet.

Der hohe Rath entsetzet ihn seiner Aemtern, derer er sichdurch ehr- und gewissenlose Vergreifung an die gemeinen Stadt-gelder auf ewig unwürdig gemacht hat: Fiscus ruhet auch nichtAvider den Flüchtling, dieser wird mehrmal geladen, um durchsich, oder einen Bevollmächtigten seine eigends geschriebene Bücherund Notitzen einzusehen, und sich zu verantworten. Anstatt seinererscheint auf der Renthkammer sein Defensor, der unter denMisvergniigten auch erfindliche Herr Licentiat Denys, nimmtvon allem die Einsieht, und hat gleichwol bishieran anders nichts,als leere und unbedeutende Ausflüchte, die von dem hohen Ratheselbst verworfen, und abgewiesen Avorden, hervorgebracht, undsodenn hinter Appellationen sich zu verstecken gesucht. Fiscushat sich hierdurch nicht irr machen lassen. Auf Anrufen sind zuSr. Kurfürstl. Durchl. zu Pfalz, als Herzog zu Giilich, die unter-thänigsten Ersuchungsschreiben um Auslieferung des Niklas Bram-merz ausgefertiget Avorden, Avorauf der gnädigsten Entschliessungman täglich entgegen sieht.

Wenn man nun der Misvergnügten hiergegen gesetzte beidePunkten und dabei erfindliche Bitte gegen das, Avas Magiistratus