Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
143
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LIII.

Wohl- und Hochedelgebohrne,

Hochgeehrteste und hochgeehrte Herrn!

Ew. Wohl- und Hochedelgebohrnen geehrtes Schreiben vom6.ten d. M. ist uns richtig behändiget worden ; es ist uns ein ganzbesonderes Vergnügen, durch unsere Verwendung die seit so langenJahren zwischen Iliro Kurfürst], Durchl. zu Pfalz, und der Dero-selben Verwaltung anvertrauten löblichen freyen Reichsstadt Achenobgewaltete Streitigkeiten endlich beigelegt zu haben. Wir wün-schen aufrichtig, dass das solchergestalt zu allerseitiger Zufriedenheithergestellte Einverständniss dauerhaft seyn, und von keinem neuenMisverstiindniss unterbrochen werden möge.

Hiebei können wir nicht umhin des ehrlichen und uner-müdeten Eifers Erwähnung zu thun, womit der zur Zeit abge-standene Herr Burgermeister Dauven während der hiesigen Ver-gleichshandlungen sich jederzeit das wahre Interesse seiner löblichenKommittenten hat angelegen seyn lassen; wir müssen ihm dievollkommene Gerechtigkeit widerfahren lassen, dass er uns durchsein dabei bezeigtes unpartheyische Benehmen das sonst so weit-läuftige und mühsame Geschäft merklich erleichtert hat, undmachen es uns dahero zur angenehmen Pflicht, denselben hiemitzu Ew. Wohl- und Hochedelgeb. und der ganzen löblichen Stadtwolverdienten Geneigtheit bestens zu empfehlen. Wir haben ihmunter heutigem Dato die gestern allhier eingetroffene Kurfürstl.gnädigste Ratifikation des Nachtrages adressiret, welche er nebstgegenwärtigem Schreiben zu überreichen die Ehre haben wird.

Uebrigens wird es uns allezeit sehr angenehm seyn, nochferner die besondere und vorzügliche Achtung beweisen zu können,womit wir stetshin beharren werden

Ew. Wohl- und HochedelgebohrnenWienn den 26. November Dienstwillige

1777. Jacobi. Lederer.