Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
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werden, so ist zunächst zu unterscheiden zwischen dem, wasnach handschriftlichen und dem, was nach gedruckten Vor-lagen hier veröffentlicht wird. Dem äussern Umfang wie deminnern Gehalt nach überwiegt immer noch Jenes. Niemandwird verkennen, dass die Drucklegung von Urkunden, Brie-fen und Akten aus der Zeit vom 14. bis 18. Jahrhundert, wiewir sie sehr zahlreich in beiden Bänden finden, der Orts-geschichte ein durchaus dankenswerthes Material zuführt; dasgleiche gilt von den verschiedenen chronikalischen Aufzeich-nungen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, unter denen dasumfangreiche Tagebuch des Bürgermeistereidieners Janssendurch die drastische Natürlichkeit und umständliche Ge-nauigkeit seiner Schilderungen als ein sehr schätzbareswenn auch nicht immer erfreuliches Zeugniss über die Aache-ner Zustände in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhundertsden ersten Platz einnimmt. Willkommen sind auch in man-cher Beziehung die bis in die zwanziger Jahre dieses Jahr-hunderts reichenden Notizen des frühern StadtrentmeistersDe Bey.

Mit vollstem Recht wird man dagegen Bedenken er-heben dürfen gegen den Abdruck von umfangreichen Akten-stücken, Streitschriften und Verordnungen, welche meist gleichbei ihre)- Entstehung im Druck erschienen und im Laufe derZeit zum grössern Theil sogar mehrere Male gedruckt wor-den sind. Hierher gehören schon die Verträge zwischen Kur-pfalz und Aachen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die inmehreren Ausgaben weite Verbreitung gefunden haben, vorallem aber die weitläufigen Streitschriften, die zahlreichenErlasse und Protokolle, die sich auf die Mäkelei der Jahre1784 bis 1786, auf die Verfassungsrevision und einige specielleStreitigkeiten aus den letzten Jahren der reichsstädtischenSelbständigkeit beziehen. Das alles füllt mehrere hundertSeiten in den beiden Bänden und ist doch längst leicht zu-gänglich und überall verbreitet. Man kann deutlich verfolgen,wie Herr von Fürth sich mehr und mehr der Neigung hinge-geben hat, alles, was gerade seine Aufmerksamkeit fesselteund ihm merkwürdig und interessant erschien, so wie es sich,