erhielten, und 4 Hufen zur Pfarre; wahrscheinlich wur-den diese Güter aus Wald urbar gemacht, da sie Iläger-hufen (mansi indaginenses, von indago = Hagen, Wald,)genannt werden. Die güstrowsehen Domherren erbauetenauf diesen Hufen zwei Dörfer: Domherrenhagen undMarquardsliagen, und zu Domherrenhagen eine Pfarr-kirche. Domherrenhagen ward im 15. Jahrhundert, dadas Wort Pape (Pfaffe) im Mittelalter ein Ehrentitelder Geistlichkeit war (Dompfaffe), Papenhagen genannt.Im J. 1458 waren beide, angrenzende Feldmarken Pa-penhagen und Marxhagen schon wüste, als sie UlrichMaltzan auf Grubenhagen vom Dom-Capitel zu Güstrowan sich brachte.
Das nahe hahnsche Gut Schwinkendorf stammtebenfalls aus der Zeit der Einführung des Christen-thums in diesen Gegenden. Wahrscheinlich hat es(Suinekendorf) seinen Namen von dem alten Geschlechteder Suinge, deren Stammvater Conrad mit den Stamm-vätern der ältesten Geschlechter am Hofe des FürstenJohann von Meklenburg lebte [IV und VI]; in den frü-hesten Zeiten besass das Geschlecht auch das spätereneuklostersclie Dorf Arendsee. In der Gegend desDorfes hört man es noch oft Swingendorf nennen.Die Kirche ist ein alter, seltener Bau, dessen schöneGewölbe von einer Reihe zierlicher Säulen getragenwerden, welche in der Mitte der Kirche stehen; ähn-liche Kirchen aus der ersten Hälfte des 13. Jahrh. sindbisher nur zu Ankershagen und zu Schlagsdorf heiRatzeburg beobachtet worden. Iii alten Zeiten gehörtedas Dorf Rambow zur Kirche in Schwinkendorf; imJ. 1271 aber bestimmte der Bischof von Camin, dassdie Bewohner des Dorfes Rambow fortan nach