gleich die Regierung des Landes Rostock; beide Brüdertrennten sich im J. 1234. Im J. 1237 waren alle vierfürstlichen Brüder volljährig und selbstständige Landes-herren geworden.
Nicolaus von Werle hatte seine Residenz in dervon seinem Vater gegründeten Stadt Güstrow erwählt,welche fortan die Hauptstadt des Landes Werle oderWenden blieb. Hier regierte er zuerst in seinen Jün-gern Jahren unter dem Beistande seiner Vormünder,welche in Güstrow ihre Vormundschaft verwaltet hatten,und anderer Räthe aus den alten edlen Geschlechterndes Landes. So wie aber die Bildung unter der thä-tigen Regierung des jungen Fürsten sich hob, Landurbar gemacht ward und der Grundbesitz mehr zurVertheilung kam, zogen jüngere Ritter aus dem stärkerbevölkerten und früher cultivirten nordwestlichen Lan-destheile Meklenburg in die östlichen Länder Rostockund Werle, namentlich in das Land Werle, und eslässt sich eine allmählige Wanderung der meklenburgi-schen Ritterschaft gegen Osten, bis nach Pommernhinein, nicht verkennen; so kamen z. B. die Maltzan,Hahn, Ketelhot, schon früh in das Land Werle. DasLand Werle aber ward die Quelle einer mächtigen undkräftigen Ritterschaft.
Nicolaus Halm war bei seines Vaters Eckhardfrühem Tode wahrscheinlich minderjährig, da in zwanzigJahren nach dem Abtreten des Stammvaters des Ge-schlechts, von 1245 — 1266, kein Hahn in der Ge-schichte vorkommt und Nicolaus bis gegen das Endedes 13. Jahrhunderts lebte. Es steht, zu vermuthen,dass der Fürst Nicolaus von Werle dem Knaben beider Taufe seinen Namen gegeben habe, da der Name
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