im Dome zu Schwerin. In dem grossen ürkunden-buche, welches der Bischof Friederich II. von Schwerin(1365 —1375) anfertigen Hess, werden, nach einemFragmente, „die Brüder Ilanenstert", vielleicht. ArnoldsSöhne, als zehentpflichtig von 6 Hufen in Crassowaufgeführt.
Da die Ilanenzagel dem Kloster Doberan schon jvor 1192 das Dorf Redentin geschenkt hatten, die Ila-nenstert aber noch bis zum .1. 1310 Antheil an demOute hatten, so ist es höchst wahrscheinlich, dassIlanenzagel und Ilanenstert dieselbe Familie bildenoder doch von demselben Stammvater herstammen.Beide Wörter sind auch nur dialektisch verschieden, jdenn Zagel (plattdeutsch Tagel) ist der alte hoch- :deutsche, Stert (hochdeutsch Sterz oder Steiss) ■der alte plattdeutsche Ausdruck für Schwanz; Ha-nenzagel und Ilanenstert bedeuten also Hanenschwanz.Dazu war in beiden Geschlechtern der Vorname Arnold.
Es sind auch noch Siegel beider Familien vor-handen.
Juliann Ilanenzagel, Knappe, führt im J. 1360,an der in den rostocker wöchentl. Nachr., 1754, St.XIV, S. 54, abgedruckten Urkunde, in welcher er sichmit andern Knappen, z. B. aus den Geschlechtern Ke-telhot, Barold, Brusehaver u. a. der Stadt Rostock aufein halbes Jahr zum Dienst verpflichtet, einen Schildmit einem rechts hin schreitenden Hahn, dem der Halsbis an die Brust fehlt (T. I. Fig. 5.); sonst ist der Hahneben so gebildet, wie in dem Wappen der Familie Hahn.Die Umschrift lautet: S. Hennekini Ilanenzagel.Durch einen glücklichen Zufall ist das schon in frühernleiten von der Urkunde abgeschnittene, als sol
sau-