Druckschrift 
1 (1844) Bis 1299 : mit einer Steindrucktafel
Entstehung
Seite
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Helm. Zwei von bibowsclie Siegel vom J. 1499 habendas Kissen noch nicht. Im 16. Jahrhundert ist dasKissen allgemein. Auf dem Epitaphium des General-Majors von Bibow (f 1677) in der Kirche zu Westen-brügge ist das grosse Wappen gefärbt: im silbernenFelde ein rother Hahn auf einem viereckigen grünenKissen mit goldenen Knöpfen an den Ecken.

Nach dem Wappen wären also die von Bibow mitden Hahn stammverwandt, nach dem Zunamen freilichnicht; es wird sich aber bei der Untersuchung überdie Hardenack ergeben, dass der Zuname das geringsteErforderniss für den Nachweis einer Verwandtschaftsei. Viel wichtiger für die Erkenntniss der Verwandt-schaft sind die Vornamen, welche bei stammverwandtenFamilien wechselseitig gleich und das erste und leitendeZeichen der Stammesverwandtschaft zu sein pflegen.Der vorherrschende Vorname der von Bibow ist Hei-denricb, eine eigenthümliche, alte Dehnung des NamensHeinrich (Hinricus), welchen der Stammvater des Ge-schlechts führte. Ausser diesem führen die von Bibowgewöhnlich die Vornamen: Eckhard, nach dem muth-masslich verwandten Geschlechte der Hahn, oder Har-denack, nach dem sicher verwandten Geschlechte derHardenack.

Die Stammesverwandtschaft der von Bibow mit denHahn ist also sehr wahrscheinlich, und eben so wahr-scheinlich die Verwandtschaft mit den Hardenack, einBeweis, dass der Schild nicht allein am sichersten fürdie Verwandtschaft der Geschlechter zeugt, sonderndessen Bedeutung nur in der wendischen Geschichtegesucht werden darf, da sie über die bekannten Stamm-

r hinausgeht.