Druckschrift 
1 (1844) Bis 1299 : mit einer Steindrucktafel
Entstehung
Seite
36
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Wäre diese ausführliche Geschichte, die in ihrerArt selten ist, wahr, so dürfte es vielleicht erlaubt sein,aus derselben den Schluss zu ziehen, dass bei der in-nieen Verwandtschaft der Ketelhot mit den Hahn dieletztern wahrscheinlich auch fremden Ursprunges seien,da es sehr natürlich wäre, dass in einer Umwälzungs-periode sich die Glieder desselben Volksstammes enganeinander geschlossen hätten. Nun aber ist die ganzeGeschichte, möge es auch mit dem corveysehen Lelm-gute seine Richtigkeit haben, eine freche Lüge, ausnicht verstandenen, dunkeln genealogischen Nachrichtenmeklenburgischer Schriftsteller zusammengestoppelt, undnichts mag mehr die Unächtheit der corveyschen Tra-ditionen beweisen, als grade die Geschichte von denKetelhot. Der Beweis der Unwahrheit liegt darin, dassKetelhotsdorf bei Teterow liegen soll und das jetzigeKötel damit gemeint ist; Kötel, mitten im Lande, imFürstenthume Werlo, hat aber nie Ketelhotsdorf ge-heissen, und Ketelhotsdorf lag am Strande der Ostseeim Fürstenthume Meklenburg. Die ganze Geschichteberuht also auf einer neuern topographischen Etymo-logie, welche in allen Theilen grundfalsch, von demVerfertiger der Nachrichten aber für begründet ange-nommen und zur Grundlage seiner Erzählung benutzt ist.

Die Ketelhot sind vielmehr eben so ein altes, me-klenburgisches Geschlecht, wie alle übrigen alten Ge-schlechter des Landes. Nach der Gedächtnissstiftungvom 30. Mai 1278 [XXXVII] war Vredebern derVater der damals lebenden Ketelhot und ohne Zweifelder Stammvater des Geschlechts, ein Zeitgenosse desEckhard Hahn. Er erscheint noch im J. 1256 alsRitter Vredebern (Vredebernus miles) zu Wismar im

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