Schwerin pflegte in der blühenden Zeit der mittelalter-lichen Dichtung Sänger, wie Rumelant, an seinem Hofe.Kein Wunder, dass sich die jungen Herren die Händereichten und ihre Länder der Segnung des Friedens,dessen sie so lange entbehrt hatten, theilhaftig zumachen suchten. Sie schlössen daher Frieden undFreundschaft [IV], verbündeten sich auf Treu undGlauben und stellten ihre Grenzen richtig; zum Pfändeder Eintracht verlobten die wendischen Fürsten ihreeinzige Schwester Margarethe dem jungen Grafen Gun-zelin. Unter den Bürgen für dieses wichtige Friedens-werk, welches eine Erquickung nach so vielen Leidensein musste, war auch Eckhard Hahn: sein erstes Werkwar die Hülfe an der Grundsteinlegung des Baues, inwelchem wir noch heute glücklich wohnen. Es zeugtfür die Bildung und Tüchtigkeit Eckhards, dass derFürst Johann ihn fortan in seiner INähe behielt; undauch der Fürst Nicolaus muss ihn lieh gewonnen haben,da er später seine ganzeLiebe aufEckhards Sohn übertrug.
Nachdem der Fürst Johann bald hierauf sebst-ständig die Herrschaft seines Landes Meklenburg an-getreten hatte, trat Eckhard Hahn ganz in seinen Dienst:im J. 1240 [X] zählt der Fürst ihn zu seinen Rittern(militibus nostris). Am 9. Julii 1231 war er mit demFürsten auf der Burg Neuburg hei llow [V], welchespäter der Fürstin Luitgard, Johanns Gemahlin, Lieb-lingssitz ward; hier verlieh der Fürst dem Kloster Dob-bertin das Patronat der Kirche zu Goldberg: wahr-scheinlich besah er die Burgen seiner neuen Herrschaft,denn am 29. April 1231 war er auch zu llow gewesen.
Die politischen Zustände waren geregelt; nur inden geistlichen Verhältnissen herrschte noch Kampf.
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