Druckschrift 
1 (1844) Bis 1299 : mit einer Steindrucktafel
Entstehung
Seite
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Das Bisthum Schwerin erstreckte sich nach den Stif-tungsurkunden bis nach Vorpommern hinein. Währenddes letzten Aufstandes der Wenden hatten die pom-mersehen Herzoge sich die Unsicherheit der Zuständezu Nutzen gemacht und das Land Circipanien von derTrebel zwischen den Recknitz- und Pene-Gewässern bisüber Güstrow hinaus an sich gerissen und durch ihrenBischof von Camin Anstalten zur Cultivirung der Ländertreffen lassen. Traten auch die Herzoge von Pommerndas Land, mit Ausnahme des Landes Stavenhagen unddes Klosters Dargun, bald wieder ab, so wollte dochder Bischof von Camin nicht weichen, während derBischof von Schwerin seinen Hirtenstab auch überVorpommern von Rechts wegen ausstreckte. Es ent-stand ein langer und heftiger Streit, der erst im J. 1260zu Gunsten des Bischofs von Camin seine Endschafterreichte. Die Herzoge von Pommern standen demBischöfe von Camin dadurch hei, dass sie dem Schwe-riner Bischöfe seine Zehnten entzogen. Hierüber ent-rüstet, rief der Bischof Brunward die Landesherren zuHülfe und schloss am 5. Febr. 1236 mit dem FürstenBorwin von Rostock und am 5. August 1236 mit demFürsten Johann von Meklenburg einen Vergleich zurWiedergewinnung der bischöflichen Zehnten [VI]. DasBündniss beschworen 12 Ritter, unter diesen auchEckhard Hahn, und der Erzbischof Gerhard II. vonBremen gab in Gegenwart der Bischöfe von Ratzeburgund Lübeck, des Abtes von Doberan und des Probstesvon Neukloser zu Neukloster zu dem Unternehmenseinen Segen. Die Ausführung entsprach auch für denAugenblick den Erwartungen. Der Fürst Johann ge-wann bei diesem Zuge das Land Loiz, welches Thetlev