Druckschrift 
1 (1844) Bis 1299 : mit einer Steindrucktafel
Entstehung
Seite
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oberung Meklenburgs das Gefolge der sächsischenGrafen von Schwerin und Ratzeburg bildeten. Ebenso wenig lässt sich glauben und wahrscheinlich machen,dass der alte wendische Adel plötzlich ganz ausgestorbensei. Man wird daher zu der Annahme gezwungen,dass die Glieder des alten wendischen Adels zugleichmit den jungen Fürsten und von denselben die Ritter-wiirde und von ihren Ritterlehnen oder Burglehnenneue Namen angenommen haben, wie auch der FürstHeinrich mit seinerConfirmation" oder der Ritterwürdeden neuen Namen Borwin von Rostock annahm. Jedochtreten noch in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhundertsnicht selten Ritter ohne Zunamen auf. So viel ist abergewiss, dass das Ritterthum der alten Geschlechter deseingebornen Adels seinen Ursprung von der Bildungs-zeit der christlichen und deutschen Zustände (a novellaplantatione) herleiten darf, wie dies schon im 13. Jahr-hunderte von fürstlicher Seite anerkannt ward ( 14 ).Zuerst erscheinen diese neuen Ritter-Geschlechter imLande Meklenburg vorzüglich in der Nähe der altenobotritischen Residenz Gadebusch, und wachsen anZahl und Ausdehnung im Fortschrittte der Zeit gegenOsten hin, so wie die deutsche Cultur von den Bischofs-sitzen sich von Westen gegen Osten verbreitet, bis inVorpommern, wo schon in früher Zeit sich viele me-klenburgische Rittergeschlechter ansässig machen, dieCultur der pommerschen Bischofs- und Fürstensitze dermeklenburgischen begegnet; für Meklenburg, Vor-pommern und Festland Rügen ist aber eine Wanderungder Cultur von Westen gegen Osten hin eine nicht zuleugnende Thatsache. Unterstützt wird diese Ansichtnoch dadurch, dass Glieder derselben Familie als Stamm-