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bekannten edlen Geschlechter, welche seit dem J. 1230,und zum Theil schon früher, in den nächstfolgenden dreiJahrhunderten des Mittelalters als rittermässige und inden letzten drei Jahrhunderten der neuern Geschichtewieder als adeliche geblühet haben und zum Theil alsGlieder des alten, wirklich eingebornen Adels nochblühen. Unter altem, eingebornen Adel sind aber hiergrade nicht alle diejenigen Familien zu verstehen,welche 1523 und 1572 im Lande ansässig und vonaltem Geschlechte waren, sondern diejenigen, derenGeschichte in Mecklenburg so alt ist, als die christlicheGeschichte Meklenburgs.
Der Ursprung dieser Ritter-Geschlechter des Mittel-alters scheint beim ersten Anblick dunkel zu sein. Mankönnte annehmen, dass die jungen Fürsten auf ihrenReisen im Auslande zu fremden Rittern Neigung ge-fasst und diese ins Land gezogen hätten; aber manfindet in jenen Zeiten ausserhalb Meklenburg keineGeschlechter, welche mit den meklenburgischen Ritter-geschlechtern gleichen Namen, Schild und Helm führten,man findet im Auslande keine Verwandte derselben,und doch waren in den rittermässigen GeschlechternDeutschlands schon die erblichen Familiennamen mitWappen gebräuchlich; im Gegentheil haben sich dielebenskräftigen Rittergeschlechter Meklenburgs fast überden ganzen Continent verbreitet. Zu den während derGermanisirung Meklenburgs eingewanderten sächsischenRittern können die heimischen Geschlechter auch nichtgehören, da die Zeit der Einwanderung längst vorüberwar und unter den bei den Landesherren neu auftre-tenden Rittern sich kein einziger von denen findet,welche in den nächsten fünfzig Jahren nach der