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adelichen Familien sich erhalten haben, wie in denFamilien Gamm, Grube, Barold, von Ilavelberg.
Es ist daher ausser Zweifel, dass der Fürst Borwinmit den alten edlen Geschlechtern seine ganze Lebens-zeit hindurch das Land regierte und sich mit denselben,wenn sie sich auch zum Christenthume bekannten,gegen den neuen Zustand der Dinge sträubte. Daherfinden wir auch während des ganzen halben Jahrhun-derts nicht, dass die heimischen Edlen die deutscheRitterwürde angenommen haben sollten: sie sind in demBewusstsein ihrer Herstammung und Würde zufrieden.
Plötzlich aber ändert sich das ganze Leben. Sowie die Söhne Heinrich Borwins II. volljährig werdenund die Regierung antreten, durchdringt der deutscheGeist die alten Adern; es lässt sich annehmen, dass diejungen Männer, welche schon deutsch erzogen waren,ihre Bildung geltend zu machen suchten, so bald sieder Vormundschaft ihrer alten wendischen Vormünderentwachsen waren. Wie mit einem Schlage verschwindendie einfachen wendischen Namen in der Umgebung derFürsten, mit Ausnahme einiger weniger, welche schonFamiliennamen geworden waren, wie Oertzen, Gamm,Grube, Barold, Moltzan, Pritzbur, und statt der wen-dischen Edlen bilden Ritter mit neuen Namen den Hofder Fürsten: das wendische Dynastenwesen machte demdeutsch-christlichen Ritterthume Platz, dem auch dieLandesherren sich ergaben. Die alten wendischenDynastengeschlechter nahmen die Ritterwürdeund von ihren Lehen neue Namen an. Die Geschlechteraber blieben dieselben, wenn auch wiederholt im Laufeder Zeit Namen und Würden sich änderten. Fortan er-schienen im Rath und Gefolge der Fürsten alle diejenigen