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wendische Edle ( 3 ), welche theils an ihren Namen,theils durch den ausdrücklichen Zusatz, dass sie demwendischen Adel zugehörten, erkannt werden: wieStoyzlav und Stoyzlavitz, Wargus und sein Sohn War-gussewitz und sein Bruder Tessemar, Tessitz, Boideund Johann und Heinrich Boldevitz, Nacon, Newoper,Janic, Slaotech, Unizlav, Merezlav, Wenzlav, Gamba,Gruho, Barold, Basse und Bassevitz, Uriz, Pritzebur,und viele Andere. Von den pommerschen Herzogenist es bekannt, dass sie sich fast allein mit wendischenEdlen ( 4 ) umgaben; von Borwin und seinen Söhnenist es nicht weniger gewiss.
Ohne Zweifel herrschte hei den Wenden ein alteroder hoher Adel, ein Stand von Dynasten oderHäuptlingen, aus deren Mitte die Landesherrscher her-vorgingen, wie der letzte Wendenfürst Niclot, derStammvater des meklenburgischen Fürstenhauses, diesemStande angehörte ( 5 ). Der gleichzeitige Geschicht-schreiber Helmold von Bosau und sein FortsetzerArnold von Ihlbeck bezeichnen diesen Dynastenstandhäufig mit den Namen der Edlen (nobiles), der Herren(seniores), der Grossen (majores) ( 6 ), und diese Würdewird ihnen unter denselben Ausdrücken durch die hei-mischen Urkunden bestätigt. Am 2. Jan. 1170 nahmder Kai s er Fried er ich I. d ie Fü rsten und Grossendes Landes (principes et majores terrae) zu des deutschenReiches Huld und zur deutschen Fürstenwürde auf ( T ).Nach dem Tode des Bischofs Berno von Schwerinentstand über die Bischofswahl Zwiespalt. Das sächsi-sche Dom-Capitel wählte einen Sachsen, Hermann, einFamilienglied des Grafen von Schwerin; die Wendensetzten dem Dom-Capitel den Brunward, von vornehmer