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Fürsten von Hohenlohe.
III. Fürsten von Hohenlohe.
Von den im dreizehnten Jahrhundert abgezweigtenLinien Hohenlohe-Brauneck und Hohenlohe-Hohenloheist die erstere schon am Ende des vierzehnten, dieandere im Beginn des fünfzehnten Jahrhunderts wie-der erloschen. Die Theilung der Ueberlebenden inzwei Hauptlinien : Neuenstein und Waldenburg erfolgte1553 — 55. Die Neuensteiner Hauptlinie ging1699 nach dem Tod Graf Heinrich Friedrichs in diedrei Linien Laugenburg, Ingelfingen, Kirchberg aus-einander, von welchen die Linie Kirchberg ausge-storben ist, Langenburg noch blüht, Ingeiringennach dem Tode des Fürsten Friedrich Ludwig 1818in die Linien 0 eh ringen und Ingelfingen zerfiel,deren erstere noch in Württemberg und Schlesien, dieandere in Preussen blüht. Die WaldenburgerHauptlinie gieng nach dem Tode Georg Fried-
richs 1635 in die Linien Bartenstein und Schillings-fürst auseinander. Bartenstein zerfiel von 1799 bis1844 in die Linien Bartenstein und Jagstberg, warin dein Fürsten Ludwig bis 1850 wieder vereinigtund besteht seitdem wieder aus der PrimogeniturBartenstein und der Secundogenitur Jagstberg.Schillingsfürst theilte sich nach dem Tode des Für-sten Karl Albrecht II. 1796 in die ältere Linie:Schillingsfürst-Waldenburg und die jüngere: Schil-lingsfürst-Schillingsfürst, von welchen nur dieerstere in Württemberg standesherrlich ist.
Geschichte des Hauses Hohenlohe vonA. Fischer. I, 1866; II, 1. 1868; IL 2. 1871. Archivfür Hohenlohische Geschichte. Herausgegeben vonJ. Albrecht. 1. (Genealogie, Sigel, Wappen, Orden etc.)1857 —1860. II. (Münzgeschichte, Hauskleinodien,Biographisches etc.) 1870.
Beschreibung der Wappen der verschiedenen Linien und Zweige des Ilolieiiloliiselicn Oesaninithanses
seit 1744 bis auf die neueste Zeit. *)
Durch Diplom Kaiser Karls VII. vom 21. Mai 1744wurde der Hohenlohe-Wal de nb urgi sehen Hauptlinie diePersonal-Fürstenwürde zuerkannt und damit auch das Wappendieser Linie verändert und vermehrt. In dem Diplom ist esfolgendermassen beschrieben: Ein quadrirter Schild, in dessenerstem und viertem silbernen Felde zwei übereinander gegenrechts laufende Leoparden, im zweiten und dritten gespalte-nen Quartier aber oben ein rechts schreitender goldenergekrönter Löwe, mit offenem Rachen, roth ausgeschlagcnerZunge und doppelt aufgewundenem Schwänze im schwarzenund unten acht schwarze Rauten im goldenen Felde zu sehensind. Auf dem Schilde ruht in der Mitte ein mit einem aufeinem rothen Kissen liegenden blau und goldfarbenen Fürsten-hut besetzter, vorwärts gerichteter frei offener Turnierhelm,und rechter Seits zeigen sich zwei nach der Linken, linkerSeits zwei nach der Rechten gewandte dergleichen blau an-gelaufene roth gefütterte Turnierhelme, mit anhangendemKleinod; auf deren erstem erscheint eine zur Linken sehendegoldbeschnabelte weisse Taube, mit ausgebreiteten, an denExtremitäten rothfarbigen Flügeln; auf dem zweiten werdenzwei einwärts gekehrte, auf jeder Seite mit sechs silbernen,mit goldenen Rauten oben und neben verzierten Spiesleinbedeckte weisse Büffelhörner wahrgenommen ; auf dem drittengekrönten Helm sieht man drei mit einer goldenen Flammebelegte weisse Straussenfedern, und endlich bricht aus demvierten gekrönten Helm zwischen zwei auswärts gewandtenschwarzen Büffelhörnern, der im Schild beschriebene gekrönteLöwe hervor; die Wappenstützen oder Schildhalter sind: zurRechten ein goldener mit einem blau und goldenen Fürsten-hut bedeckter Löwe, und zur Linken ein schwarzer gekrön-
ter Leoparde; jener umfasst mit der rechten Pranke eine mitdrei goldenen Flammen, zwei eins, belegte weisse, dieser abermit der linken eine schwarze Fahne, mit zwei übereinanderschreitenden goldenen gekrönten Löwen. Unter dem Schildeoder an dessen Fuss finden sich die Worte: EX FLAMMISORIOR.
Das völlige Wappen steht unter einem mit Hermelingefütterten, in der Höhe mit dem Fürstenhut bedeckten rothenPavillon oder Fürstenmantel.
Durch Diplom Kaiser Franz I. vom 14. August 1757wurden auch die Besitzungen dieser Linie in ein Reichsfür-stenthum erhoben und hierbei das Wappen auf folgende Artverändert: Ein quadrirter Schild, in dessen erstem goldenemFelde ein doppelter schwarzer Adler, in dem zweiten blauendrei silberne Lilien, zwei eins; in dem dritten silbernen zweiübereinander gegen rechts laufende schwarze Leoparden; indem vierten in die Quere getheilten schwarzen Felde aberim obern Theil ein rechts fortschreitender goldener gekrönterLöwe, mit offenem Rachen und ausgeschlagener Zunge unddoppelt aufgewundenem Schwänze, und im untern Theil zweiReihen goldener Rauten zu sehen sind. In der Mitte desganzen Schildes befindet sich ein mit dem Fürstenhut bedeck-tes rothes Herzschildlein mit silbernem Fusse. Auf demSchilde ruht in der Mitte ein mit einem auf einem rothenKissen liegenden blauen Fürstenhut besetzter vorwärts ge-richteter goldener frei offener Turnierhelm, auf welchem dreirothe Straussenfedern, mit einer silbernen Lilie belegt, hervor-ragen. Rechter Seits zeigen sich zwei nach der Linken, lin-ker Seits aber zwei nach der Rechten gewandte, blau an-gelaufene roth gefütterte Turnierhelme mit anhangenden
*) Nach einer Abhandlung Seiner Durchlaucht des Fürsten Friedrich Karl von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürstim Hohenlohischen Archiv Bd. I. S. 310 ff.
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