Fürsten von Fürstenberg.
IL Fürsten von Fürstenberg.
Als der letzte Herr von Gundelfingen sah, dasser kinderlos sterben werde, nahm er eine Verwandtean Kindesstatt an und vermählte sie 1536 an einenGrafen von Helfenstein. So ward die HerrschaftGundelfingen Helfensteinisch. Nachdem auch diesesHaus 1627 ausgestorben war, kam ein Theil jenerHerrschaft: Halingen, Neufra etc. an Fürstenberg alsHelfensteinische Miterben. Die jetzige württembergi-sche Standesherrschaft Gundelfingen-Neufra, in denOberämtern Münsingen u. Riedlingen, besteht aus Hal-
ingen, Münzdorf, Bichishausen und Ennabeuren (OA.Münsingen), Fichtenberg und Vorder-Steinenberg (OA.Gaildorf). Beschr. des OA. Münsingen. 1825. S. 163.
Gesell ich te des Hauses und Landes Fürsten-berg von E. Münch. 3 Bände. Aachen und Leipzig1829—1832. 4ter Band von C. B. A. Fickler. Karls-ruhe 1847. Fürstenbergiselies Urkundenbuch. Samm-lung der Quellen zur Geschichte des Hauses Fürsten-berg und seiner Besitzungen in Schwaben. Heraus-gegeben von dem Fürstlichen Hauptarchiv in Donau-eschingen. Tübingen 1877 ff.
Wappenb-esehreibnug.
Das Wappen ist ein goldener Hauptschild mit dop-pelten von Silber und Blau eingefassten Wolken, worin man denFiirstenbergischen rothen Adler sieht, der auf der Brust einenquadrirten Herzschild trägt, in dessen erstem und viertemFelde eine silberne Kirchenfahne in Roth, wegen Werdenberg,im zweiten und dritten silbernen Felde ein gezahnter schwar-zer rechter Schrägbalken, wegen Heiligenberg sich befinden.Ueber dem von zwei Genien gehaltenen Schilde, den einFürstenmantel umfliegt und ein Fürstenhut deckt, stehen fünfgegeneinander gekehrte Helme, wovon der vorderste vonStahl, die anderen aber golden sind und gekrönt bis aufden mittelsten, der eine auf einem rothen Kissen ruhendesilberne Kugel trägt und dessen Ecken mit goldenen Quasten
versehen sind. Der zweite trägt die rothe WerdenbergischeBischofsmütze, der dritte den silbernen IleiligenbergischenBrackenkopf, der auf seinen Lappen den schwarzen Stufen-balken führt. Ueber dem vierten Helm ist das Brustbildeines in Blau gekleideten Mannes ohne Arme mit blauerStulpmütze und über dem fünften ein silberner Schwan in-mitten zweier goldener Säulen, deren Kapitäler goldene, mitPfauenfedern besteckte Kronen tragen.
Die Helmdecken sind bei dem Helme in der Mitte rothund silbern, beim zweiten desgleichen, beim dritten schwarzund silbern, beim vierten blau und silbern und ebenso beimfünften tinetirt.
Genealogie.
Fürst Karl Egongeboren 28. Oktober 1796f 22. Oktober 1854
Königlich Württembergischer und Grossherzoglich Badischer Standesherr, Grossherzoglich Badischer General
vermählt 19. April 1818 mitAmalie Christine Caroline, Prinzessin von Badengeboren. 26. Januar 1795f 14. September 1869.
Elisabeth Carl Egon Leopold Maria Wilh. Maxim. Marie Amalie
geb. 15. März Fürst von Fürstenberg geb. 12. Febr.
1819. geb. 4. März 1820 1821
Fürst zu Fürstenberg, Landgraf in der Baar verm. mit demund zu Stühlingen etc., Haupt des Gesammt- Herzog
hauses Fürstenberg, Standesherr im Königr. Victor vonWürttemberg und Grossherzogthum Baden Ratibor.
verm. 4. Nov. 1844 mit der Prinzessin Elisa-beth Henriette, geb. 23. März 1824, des ver-storbenen Fürsten Heinrich XDt. zu Reussältere Linie zu Greiz Tochter, f 7. Mai 1861.
Emilgeb. 12. Sept.
1825Prinz vonFürstenbergverm. 31. Mai 1875mit PrinzessinLeontine v. Khevenhiller-Metschgeb. 25. Febr. 1843.
Pauline Wilhehninegeb. 11. Juni 1829verm. 15. April 1847
mit dem FürstenHugo zu Ilohenlohe-
OehringenHerzog von Ujest.
Prinzessin Amelie Carolinegeb. 25. Mai 1848Ehrendame des Königl. BayerischenTheresien-Ordens.
Erbprinz Karl Egon Maria Friedrich Emil Caspar Heinrich Wilhelm Camill
Max Ludwig Victorgeboren 25. August 1852Königl. Preuss. Sec.-Lieut. im Garde-Husaren-RegimentEhren-Ritter des Malteser-Ordens
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