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Der Adel des Königreichen Württemberg : neu bearb. ; Wappenbuch mit genealogischen u. historischen Notizen
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Fürsten von Hohenlohe.

Kleinodien, auf deren erstem offenem erscheint eine hervor-wachsende, zur Linken sehende goldbeschnabelte weisse Taube,mit ausgebreiteten, an den Extremitäten rothfarbigen Flügeln;auf dem zweiten geschlossenen Stechhelm werden zwei ein-wärts gekehrte, auf jeder Seite mit vier goldenen, mit golde-nen Rauten oben und neben gezierte Spiesslein besteckteweisse Btiffelhörner wahrgenommen; auf dem dritten gekrön-ten Helme sieht man zwei oben rothe und unten weisse, zurRechten rechtsschräg, zur Linken linksschräg getheilte Büffel-hörn er, in deren Mundlöcher zwei roth und weisse Fähnleinstecken, und endlich bricht aus dem vierten gekrönten offe-nen Helm, zwischen zwei auswärts gewandten, schwarzenBüffelhörnern der im Schild angezeigte goldene Löwe hervor.Die Helmdecken sind zur rechten Seite silbern und roth, zurLinken golden und schwarz.

Die Schildhalter sind zur Rechten ein goldener, miteinem blau und goldenen Fürstenhut bedeckter Löwe, undzur Linken ein schwarzer gekrönter Leopard; jener umfasstmit der rechten Pranke eine mit drei goldenen Flammen, einszwei, belegte weisse, dieser aber mit der Linken eine schwarzeFahne, mit zwei übereinander schreitenden goldenen gekrön-ten Löwen.

Der Schildesfuss ist ein rother Regalienschild, darunterauf einem perlfarbenen Bande die Worte stehen: EX FLAM-MIS ORIOR. Das völlige Wappen steht unter einem mitHermelin gefütterten, in der Höhe mit dem Fürstenhut be-deckten rothen, mit Gold eingefassten Fürstenmantel.

Das vereinigte Hohenlohe- und Langenburg- undGl eichen sehe Wappen führten die Häuser der Hohen-lohe-Neuensteinischen Hauptlinie fort, bis zu ihrerErhöhung in den Reichs-Fürstenstand durch Kaiser Franz I.am 7. Januar 17G4. Das Diplom wurde aber erst durch denKaiser Joseph II. unter dem 29. Mai 1772 vollzogen. Dasdamit ertheilte vermehrte fürstliche Wappen ist demjenigenganz gleich, welches der fürstlich Hohenlohe-Waldenburgi-schen Hauptlinie am 14. August 1757 verliehen worden warund bereits oben beschrieben ist. Nun fügten die Hohenlohe-Neuensteinischen Häuser zwischen dem dritten und viertenSchildesfelde den Gleichen'sehen Löwen ein und nahmen dendemselben entsprechenden Helm auf, wogegen der Helm mitden Hörnern und den beiden Fähnlein wegfiel.

Das Fürstliche Haus Bartenstein führt seit 1774 we-gen der Herrschaft L i m p u r g - S o n t h e i m - G r ö n i n g e n *) auch

*) Fürst Karl Philipp zu Hohenlohe-Barten-stein vermählte sich 1727 mit Sophie Friederike, Tochterdes Landgrafen Ludwig Georg von Hess en- Homburgund dessen Gemahlin Christine Magdalene Juliane, desGrafen Vollrath von Limpurg Tochter.

Nach dem 1746 erfolgten Tode der Landgräfin fiel, inFolge der im Jahr 1774 vorgegangenen Theilung der Lim-purgischen Besitzungen, die Herrschaft Li mpur g-Sont-

das Limpurgische. Wappen, und zwar im fünften Felde dreisilberne Spitzen in roth und im sechsten fünf silberne Streit-kolben drei zwei in blau, und auf dem vierten äusser-sten rechten Hehn, auf den Büffelhörnern und Fahnen diesilbernen Spitzen in roth.

Das Herzogliche Haus Ratibor führt seit 1840 dieWappen des Herzogthums Ratibor und des Fürstenthums Cor-vey neben dem Hohenlohischen Stammwappen, und zwar imgetheilten Schilde, rechts von blau und Gold getheilt, miteinem halben goldenen Adler in blau, wegen Ratibor, undlinks von roth und Gold quadrirt, wegen Corvey, das Hohen-lohische Wappen als Mittelschild und ausser den fünf Hohen-lohischen Helmen, als sechsten äussersten rechten, den Helmvon Ratibor, mit einem geschlossenen goldenen Flug, mitblau und goldenen Helmdecken, und als siebenten äusserstenlinken den Helm von Corvey mit drei goldenen Bischofs-stäben, mit roth und goldenen Helmdecken.

Durch Testament des am 12. November 1834 kinderlosverstorbenen Landgrafen Victor Amadeus von Hessen-Ro-j thenburg gelangten die 1821 vom Könige von Preussen zumHerzogthum erhobenen Herrschaften Ratibor und Räuden inOberschlesien, nebst dem Fürstenthum Corvey in Westphalenund den Herrschaften Kieferstädel und Zambowitz in Ober-schlesien und der Herrschaft Treffurt in Thüringen als Fidei-commiss in zwei Majorate getheilt, an seine beiden Neffen,die Prinzen Victor und Clodwig zu Hohenlohe und Walden-burg-Schillingsfürst. Im Jahre 1840 erfolgte die Bestätigungdurch Seine Majestät den König Friedrich Wilhelm IV. vonPreussen und die Verleihung des Titels Herzog von Ratiborund Fürst von Corvey für den Prinzen Victor, als Besitzerdes ersten Majorats, sowie des Titels Prinz von Ratibor undCorvey an den Prinzen Clodwig als Besitzer des zweitenMajorats.

Das Fürstliche Haus Schillingsfürst führt seit 1845und in solange das von dem Landgrafen Victor von Hessen-Rothenburg gestiftete zweite Majorat mit demselben verbun-den ist, auch die Wappen von Ratibor und Corvey und zwarim fünften Felde das Wappen von Ratibor und im sechstendas von Corvey, und dieselben sieben Helme wie das Herzog-liche Haus Ratibor. Nach dem am 3. Mai 1845 erfolgtenkinderlosen Absterben des Fürsten Philipp Ernst zu Ilohen-lohe-Schillingsfürst succedirte demselben laut Vertrag ddo.Schloss Räuden den 15. Oktober 1845 sein Bruder, der PrinzClodwig, als Fürst von Hohenlohe-Schillingsfürst und Prinzvon Ratibor und Corvey.

heim-Groningen an ihre Tochter, die Fürstin SophieFriederike von Bartenstein. Im Jahr 1804 trat zwardas Fürstliche Haus diese Besitzungen an das Fürstliche HausColloredo - Mansfekl ab, behielt aber das Wappen bei,welches auch von dem Fürstlichen Hause Holienlohe-Jagst-berg geführt wird.

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