In der zweiten Reihe erscheint rechts das Wappen von Ell-wangen, links das Mömpelgardische. Die dritte Reihe ent-hält rechts die Reichssturmfahne, links den JustingischenBalken. Die vierte endlich ist ganz dieselbe wie sie im Kur-fürstlichen Wappen war. Die Schilde sind mit den König-lichen Orden, oben dem Verdienstorden, unten dem grossenOrden des goldenen Adlers, umgeben; das Ganze aber beklei-det, wie schon früher, ein aufgeschlagener Hermelinmantel,über welchem die Königskrone sitzt, während rechts einschwarzer gekrönter Löwe, links ein goldener Hirsch je mitder vormaligen Reichssturmfahne als Schildhalter dienen(Lebret a. a. 0.).
König Wilhelm vereinfachte durch Dekret vom 30.Dezember 1817 das Staatswappen, bestimmte aber, dass dasFamilienwappen ganz so verbleibe, wie es gewesen, nämlichin dessen einfachem Bestand (Reyscher, Sammlung der Württ.Gesetze 3, 501).
In dem Königlichen Hausgesetz vom 8. Juni 1828 wuirdeverordnet: Das Wappen der Mitglieder des Königlichen Hau-ses ist das im Jahr 1806 berichtigte Königliche Familienwap-pen. Der Kronprinz führt die Königskrone, sowohl auf demHaupt- oder Mittelschilde, als dem auf dem Schild ruhendenrothen, mit Hermelin gefütterten Mantel. Andere KöniglichePrinzen und Prinzessinnen führen nur die letztere. In denWappen der übrigen Prinzen und Prinzessinnen tritt an dieStelle derselben der Herzogshut. Die Gemahlinnen der Prinzendes Königlichen Hauses werden dem Königlichen Familien-wappen ihr angebornes Familienwappen in bisher bestimmterArt beifügen lassen (Regierungsblatt 1828 S. 568 f.)
Neue Wappen für Angehörige des Königlichen Hausessind durch König Karl verliehen worden:
Wappen des Herzogs von Urach.
Ein gespaltener Schild. Rechts im goldenep Felde dreischwarze, quer übereinander gelegte Hirschhörner, das obere
und mittlere fünfendig, das untere vierendig, links im golde-nen Felde drei übereinander gestellte, schreitende Löwen mitausgeschlagener rother Zunge und rechter rother Pranke.
Auf dem Schilde steht ein rothgefütterter Turnierhelmund über diesem ein rothes Jagdhorn (Urach) mit goldenemBeschläge und blauen von Gold eingefasstem Bande; dasMundstück ist rechts aufwärts gekehrt und mit drei Straussen-federn besteckt, einer silbernen mitten, einer blauen rechtsund einer rothen links. Die Helmdecke ist aussen schwarz,innen golden. Schildhalter sind rechts ein schwarzer Löwemit ausgeschlagener rother Zunge und rechter rother Pranke,links ein goldener Hirsch. Das Ganze umgibt ein rother mitHermelin gefütterter und mit goldener Bräme besetzter Wap-penmantel, welchen die Herzogskrone deckt.
Wappen des Herzogs von Teck.
Ein gespaltener Hauptschild mit einem Mittelschilde.Letzterer ist von Gold und schwarz geweckt (Teck). Rechtsim goldenen Felde des Hauptschildes drei übereinander ge-legte, mit der Spitze links gekehrte schwarze Hirschhörner,die zwei oberen fünfendig, das untere vierendig, links imgoldenen Felde drei übereinander gehende schwarze Löwenmit ausgeschlagener rother Zunge und vorgeworfener rechterrother Vorderpranke. Auf dem Hauptschilde ruht ein offenerrechtsgewandter Turnierhelm mit aussen schwarzer, innengoldener Decke, aus welchem ein, wie der Mittelschild ge-weckter Bracke mit ausgeschlagener rother Zunge hervor-schaut.
Schildhalter rechts ein schwarzer Löwe mit rechterrother Vorderpranke, links ein brauner Hirsch.
Das Ganze umgibt ein rother mit Hermelin gefütterterund mit goldener Bräme besetzter Wappenmantel, welchender Herzogshut, geziert mit drei sichtbaren Spuren und dar-über einer bekreuzten Kugel, deckt.
Das Königliche Haus.