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Der Adel des Königreichen Württemberg : neu bearb. ; Wappenbuch mit genealogischen u. historischen Notizen
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Standesherrlicher Adel.

Fürsten.

I. Fürsten von Bentheim-Bentheim und Bentheim-Steinfurt.

Fürst Ludwig Wilhelm von Bentheim folgte1873 nach dem Tode seines Oheims mütterlicherseits,des Fürsten Ferdinand von Solms-Braunfels, diesemin der württembergischen Standesherrschaft Lim-purg-Gschwend im Oberamt Gaildorf, deren Be-standteile nach dem Tod des letzten Schenken von

Wappenbcs

Das Bentheimsche Wappen besteht in einem quadrir-ten Haupt- und einem Mittelschild.

Der Hauptschild zeigt 1) die neunzehn goldenen Bent-heimischen Pfennige in Roth (Bentheim); 2) einen goldenenAnker in Blau (Grafschaft Dingen); zwischen diesen Feldernbefinden sich drei rothe Herzen in Silber (Grafschaft Teck-lenburg) ; 3) einen rothen Schwan in Gold (Grafschaft Steinfurt)und 4) einen rothen goldgekrönten Löwen in Silber (Graf-schaft Höhen-Limpurg).

Der Mittelschild enthält in 6 Feldern:

a) in Roth zwei silberne Querbalken;

b) getheilt senkrecht von Gold und Silber einen schwarzenLöwen mit 3 goldenen Ringen um den Leib und an derSchwanzspitze eine goldene Rose in Silber, 2 schwarzeauswärts und aufrecht gekehrte Bärentatzen in Gold;

c) in Roth den silbernen Löwen;

d) im rothen quergetheilten obern Felde in Roth und Sil-ber den goldenen Löwen;

e) im rothen untern Felde einen geharnischten eisernen Arm,

Limpurg - Gaildorf - Schmiedelfeld 1690 durch dessenTöchter an die Wurmbrand und Solms-Assenheim, seit1803 theilweise an Solms-Braunfels gekommen waren.(Beschreibung des Oberamts Gaildorf 1852. S. 93 ff.)

Geschichte des Hauses Bentheim s. GothaischerGenealogischer Hofkalender 1848. S. 101.

c Ii r e i I) n n g.

eine goldene Kugel haltend, aus einer. Wolke hervor-tretend, und

f) im rothen Felde fünf goldene Querbalken wegen derErbvogtei zu Köln.

Der Schild ist besetzt mit vier gekrönten Helmen, aufdem vordersten mit roth und goldener Heiradecke ein wach-sender rothgekleideter Mohr ohne Arme, belegt mit den 19goldenen Pfennigen, auf dem Haupte eine spitzige herabhän-gende Mütze mit goldener Stulpe und Quaste (Bentheim); aufdem andern mit roth und silberner Decke ein spiegelnderPfau in natürlicher Farbe (Tecklenburg), auf dem dritten mitroth und goldener Decke der rothe Schwan mit erhobenenFlügeln und auf dem letzten Helme mit roth und silbernerDecke zwischen zwei Pfauenschweifen der rothe goldgekröntewachsend hervor.

Schildhalter zwei rothe auswärts stehende Löwen.Das ganze Wappen steht unter einem von Purpur mit*Hermelin gefütterten Baldachin, dem ein gleichfarbiger Für-stenmantel entfällt, bedeckt mit einem Fürstenhute.