Des anbem Noches eax. iv.
Haacken/ wenn es heiß ist/ denn weil dieses Thier alsdenn die Hitze sein«Schaalen nickt vertragen kan/ so leget es sich auff den Rücken/ und wancüiwie ein kleines Schiff hin und her/ da denn die Reisende nicht ermangeln/ die»secke mit ihren Haacken anzupacken/ und mit sich in ihre Schisse zu nehmenDie/so des Abends an das Land kommen/daselbst zu ruhen/oder ihre Eyer zu le-gen/ werden von denen Fischern hinterwärts angegriffen/ welche sie auff den Rü«cken umkehren/ und die Nacht über also liegen lassen/ weil sie sich wegen ihrerSchwäre/und ihrer vier kurtzen Fusse/nicht umwenden können/ da sie denn desMorgens mit Prügeln todt geschlagen werden- Man greiffet sievon hinten an/wenn man sie auff den Rücken legen will/weil ihre Bisse zehr gefährlich/und aufdem Meere nicht leicht zu heilen sind. Denjenigen/so mit Haacken gefangen/unsauff dem Meere weggeführet werden/wird insgemein/ ehe man ihnen die Haa^aausziehet/ der Kopff mit Prügeln zerknirschet-
ic>. Der Hering ist in denm Occiäcnmlischen Ländern in Europa ein gantbekannterFssch. Derselbe schwimmet nicht allein/ sondern qantz Geschwaderweise unddurchgewisseFurtemwelchebißweilcn biß 12. Meilen lang/Mz. oder s-breir sind. Diese Fische dringen so starck auff einander daß mänvitl«mals kaum die Garn/ womit man sie sänget/ zurücke ziehen kan/ daß nicht etlicheMaschen von dem Netze solten zerrissen werden. Dieser Fisch-Fang geschähevor Alters an denen Liefländischen/ Pommerischen und Gochländischen KüWallwo man eine so grosse Menge gefunden/ daß man sie mit der Hand hat fange»können/und die Bools-Knechte offt grosse Mühe gehabt sich der Ruder ihmChalouppm zu bedienen. Eine Zeitlang hernach haben sie das Baltische Mmverlassen/und sich an die Norwegischen Küsten bey der Insul Marstrang aus-gebreitet. Zu diesen letztem Zeiten laichen sie nun in Norv«Schottiand / nichtweit von denen OrcaMschen Insuln/ allwo sie gemeiniglich im ffulio und äu-Zuko am ersten gefangen werden. Zu Ausgang dieses Monaths verlassenstdieses Land und wenden sich gegen den Mittag/ woselbst die Fischer/ so ihnennachzufolgen pflegen/ insgemein den zweyten Fang bey der Hohe von Lcrmu,einer ^>tadt in der Grafschafft Iorck/in dem Monath ZeprembeNhun. Derdritte Fang/ so man die kleinen Heringe nennet/ geschiehet zwischen Lakl; undvlcppc,von dem Monath 5ep«ln!,cr an biß gegen Weyhnachten/da der Heringdas L^jzo i.cÄ!ü5, welches der äusserste 0cciclen »lische Theil des Landes Lor-ncvall ist/ vorbey streichet/ und durch den Occiäcmalischen Theil EngcllandeSwieder nach Nord-Schottland gehet. Der beste Fang geschiehet gemeiniglichan denen -Orten/wo das Wasser nicht über funffzehen oder zwantziq Armtichist/ weswegen denn an diesen Orten»die grosse Menge der Heringe das Meergantz hell und gläntzend machet.