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GRAFEN V. TATTENUACH.
oben gewendete Jägerliorn (Wappen der alten Tattenbach vom Staminliause Oher-und Nieder-Tattenbach im Landgericht Landshut und der Grafschaft Klieinstein).Das Wappen auf der linken Seite ist ein silberner Schild mit einem aus der linkenunteren Ecke bis zu den Hinterfiissen heraufwachsenden, gegen die rechte Seiteaufspringenden, rotlien Wolfe. Auf dem Schilde steht ein gekrönter Helm, welcherden Wolf des Schildes wiederholt, und die Helmdecken sind rotli und silbern(Besch). — Das Geneal. Taschenbuch der gräfl. Häuser (1854. S. 785) bestimmtdas Wappen, wie folgt: „in Silber ein von rechts nach links sich herabziehender,rother Schrägbalken, mit Fischschuppen bedeckt. Auf dem gekrönten Turnierbclinzwischen zwei rotli und weissen Büffelshörnern eine Melusine. Ausserdem führt dieFamilie noch die Wappen der erloschenen Geschlechter der Hesch v. Grasensee,Tattenbach v. Hofau, Trennbach, Triebenegg und Khurz v. Valley." Allerdings giebtv. Lang (S. 79) an, dass das Wappen mit dem der Treinbacbc, Besehen und Tri-beneck, genannt Lüsberg, vermehrt worden sei, doch erwähnt v. Wülckerri (II. Abthei-lung, S. 55) sehr richtig, dass die Tribcncck nach Siebmacher (1. 49) in Roth einengoldenen, aufrechtstehenden Luchs geführt haben. — Ton grosser Wichtigkeit fürdie richtige Bestimmung des in Rede stellenden Wappens ist die Abbildung, welcheder Kalender des St. Hubertus-Ordens von dem Wappen Joseph Ferdinands desheil. röm. Reichs Grafen v. Rheinstein und Tattenbach, Grafen v. Valley, Freiherrnund Fahnenträgers (L. R. et Signifer) zu Ganowitz, giebt (s. v. Meding, III. 519 —521). Das Wappen bestellt aus einem Hauptschilde mit Mittelschild und zweiSeitenschilden. Der Mittelschild ist quer getheilt; oben silbern, mit einem schräg-rechten, rothen, geschuppten Balken, unten rotli mit einem schrägrechten, silbernenBalken, auf welchem fünf rollte Ki seil Ii (i teilen nach der Lage des Balkens querüber einander gelegt sind. Das 1. und 4. Feld des quadrirten Hauptschildes istjedesmal zweimal quer getheilt, oder hat drei Abiheilungen. In des ersten Feldeserster und des vierten dritter, silberner Abtheilung wächst aus dem linken Unter-winkel die linke, sechs Enden führende rollte Stange eines Hirschgeweihes auf,welche, eine Art von Bogen schlagend, mit den oberen zwei Enden sich in denrechten Unterwinkel der Abtheilung herabsenkt und somit die übrigen Enden auf-wärts kehrt (Rheinstein). In der zweiten Abiheilung des 1., und der ersten schwar-zen Abtlieilung des 4. Feldes stehen drei goldene Rauten neben einander. Diedritte Abtlieilung des 1. und die zweite des 4. Feldes sind' golden, ohne Ifild.Das 2. und 3. quergetheilte, silberne Feld des Hauptschildes zeigt in der oberenAbtlieilung des ersteren und in der unteren des letzteren einen rothen Drachenkopfmit aufgereckten ümimenden Ohren, welcher die Zunge ausschlägt und mit demRächen, oder im Schnabel eine schrägrechtsgekehrte, goldene Fackel trägt. In derunteren Abtlieilung des 2. und in der oberen des 3. Feldes ist die linke Stangedes Hirschgeweihes, eben so gestallet und gebogen wie im 1. und 4. Felde. Ueberdem Schilde stehen fünf gekrönte Helme. Der rechte Helm trägt einen goldenbekleideten Jünglingsrumpf mit getheiltem, silbernem Kragen. Das Seitenhaar istgekräuselt und das Haupt bedeckt ein goldener, oben mit vielen schwarzen Federnbesteckter Spitzhut, dessen schwarzer Ueberschlag einer dreizinkigen Heidenkronenicht unähnlich ist. Auf dem zweiten Helm steht ein rothes Hirschgeweih von14 Enden (Rheinsteinscher Helm). Auf dem mittleren Helme ruht zwischen vonRoth und Silber übereck gelheiltcn Büffelshörnern eine, mit dem Körper zwar vor-wärts, mit dem Kopfe aber etwas links, doch so, dass man beide Augen sieht, ge-kehrte Sirene, mit langen, hinterwärts rechts fliegenden, dunkelen Haaren, auchnach der rechten Seite, hinter dem rechten Büffelshorn, hervorstehendem, rothemFischschwanz. Den Kopf bedeckt eine spitzige, rolhc Mütze, welche einen breiten,in der Mitte tief ausgeschnittenen, silbernen Ueberschlag, oben aber, an der nachrechts sich beugenden Spitze, einen kleinen Knopf hat. Der vierte Helm trägt einen,die Sachsen rechtskehrenden, rothen Adlersflüge], welcher mit dem schrägrechten,silbernen, von den fünf Eiscnhiitchen der untersten Abtlieilung des Mittelschildesbelegten Balken beladen ist. Auf dem linken Holme steht der Drachenkopf undHals, doch mit dem Schnabel keine Fackel, sondern einen rund gebogenen Stabhallend, dessen beiden in die Höbe gekehrten Enden mit einein Pfauenschweifebesteckt sind. Die Decken des rechten Helmes sind golden und schwarz, die deszweiten, mittleren und vierten golden und rotli, und die des linken silbern und