Druckschrift 
1 (1852) A - K
Entstehung
Seite
375
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Wappen: Schild durch einen rothen Querbalken gelheilt und von Silberund Schwarz mit gewechselten Farben quadrirt. Auf der Grafenkrone erhebensich drei Helme. Auf dem mit einem rothen Fürstenhute mit Hermelinaufschlagebelegten rechten und linken Helme stellt ein Pfauenschweif zwischen zwei Biiffels-hörnern, welche von Silber, Roth und Schwarz quer mit gewechselten Tincturengetheilt sind. Das rechte Horn des rechten und das linke des linken Helmes sindvon Silber, Roth und Schwarz, das linke Horn des rechten und das rechte deslinken Helmes von Schwarz, Roth und Silber quergetheilt. Aus dem mittlerenHelme wächst ein rechtssehender gekrönter Löwe empor. Die Helmdecken sindrechts und links schwarz, roth, silbern, in der Mitte schwarz und golden, und denSchild halten zwei auswärtssehende goldene Löwen. — Wie beschrieben findet sichdieses Wappen in Tyroffs Neuem adeligen Wappenwerke, welches in Bezug auf diein den kursächsischen Reichsvicariaten ertheilten Wappen eine meist zuverlässigeQuelle ist.

Uralles bratulenburgisches Geschlecht, welches sich aus den Mar-ken, wo in der Ukermark das gleichnamige Stammhaus liegt, in Mecklen-burg, Pommern und Sachsen ausgebreitet hat. Nach Einigen gehörtdasselbe zu der schon lange erloschenen alten märkischen Familie v.Schadewacht, nach Anderen zu denjenigen adeligen Geschlechtern, mitdenen vom Kaiser Heinrich I. die Stadt Brandenburg, nach Vertreibungder Wenden, besetzt wurde. Bruno v. lloltzendorff stand am Hofe desGrafen Siegfried v. Ringelheim, welcher um das Jahr 946 die MarkBrandenburg besass, in grossem Ansehen und halte 933 der Schlachtmit den Ungarn hei Merseburg beigewohnt. Achim, Schlosshauptmannzu Stendal, kämpfte unter dem Markgrafen Otto v. Brandenburg 1240gegen den Landgrafen Heinrich von Thüringen im Treffen hei Mittelwalde,und Albrecht machte mit denen v. Quitzow 1410 einen Einfall inSachsen, wurde aber mit eilf Beitern gefangen. Im Mecklenburgischen,wo die Familie nach dortiger Mundart Holtorp genannt wurde, kommtein Iloltorff schon 1234 hei einem Kaufe als Zeuge vor, und LüderHoltorff zu Holtorff gab 1384 einen Zeugen ab, doch ist die Familieschon lange nicht mehr in Mecklenburg angesessen, wie sie auch inPommern, wo sie das Gut Bobbelin besass, schon gegen Ausgang des16. Jahrhunderts ausgegangen ist. — In Sachsen ist die Familie seit

GRAFEN V. HOLTZENIIORFF.

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