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Bericht über das 50. Stiftungsfest der Burschenschaft Alemannia zu Bonn gefeiert zu Bonn und Oberwesel vom 28. bis 31. Juli 1894
Entstehung
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Bonn, im September 1894.

Hiebes altes Haus!

Es ist ein etwas vermessenes Unterfangen, schildern zu wollen, wieunserer Alemannia fünzigjähriges Stiftungsfest verlief. Denn wenn manheimgekehrt ist in die Heimat seiner Lieben und in der engen Zelle dieLampe freundlich wieder brennt, dann nimmt der brausende Jubel rhei-nischen Burschenlebens geschrieben sich gar seltsam aus. Darum lasse jeder,der mitgefeiert hat, sich diese Zeilen beleben vom Zauber seiner persön-lichen Erinnerungen; vielleicht wird dann doch ein lebendiges Bild fertigvon dem, was zu Bonn geschah in den letzten Tagen des Juli.

Es geschah aber also.

Eigentlich hätte schon der Freitag Abend auf das Festprogramm gesetztwerden müssen. Es hatte da nämlich Hessel ein Fäßlcin Nahewein ge-sendet, dem man an diesem Abend den Garaus zu machen beschlossen hatte.Eine stattliche Tafelrunde war's, die sich da auf dem Schänzchen ver-sammelte; denn so mancher von den alten Herren war schon erschienen:Volkmann aus Bremen und Onkel Heinke, Reckmann und Bertels-mann, das Mammuth, die Berliner von der Mitte der achtziger Jahre ingroßer Zahl und selbstverständlich die aus Bonn und Umgebung. Sobohrte sich die Spitze der Tafel immer bedrohlicher in die Schar derentsetzt unter die Bäume flüchtenden Philister. Sie waren ahnungslosgekommen, dem Konzerte zu lauschen, und mußten nun das alemannischeStiftungsfest mit ansehen. Sie glaubten wenigstens sicher alle, das wärenun unser Fest — denn das Schänzchen war schon geschmückt und dieWogen der Freude gingen hoch; Volkmann als der älteste hielt einezündende Rede, und vor der Lieder brausendem Klange verstummteschließlich die Konzertmusik im Hintergrunde, den aussichtslosen Kampf auf-gebend — es war aber nur erst der Vorabend vom Vorabend. Da dieBowlengläser nicht reichten, so hatten später Kommende den Vorzug, Kneip-gläser vorgesetzt zu bekommen, was einen des rheinischen Lebens unkundigenKneipgast zu dem ahnungsvollen Stoßgebet veranlaßt haben soll: „Wie

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