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Horoscopus Herculis Palatini Per Virtutes Et Labores Ad Astra Translati. Daß ist: Tugent- und Lebens-Wandel Joannis Wilhelmi Pfaltzgraffen bey Rhein, Des Heil. Röm. Reich Ertz-Truchsessen ...
Entstehung
Seite
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Prov.10Ambr.in hex.

Pfal.45

16Begierlichkeit / von welchen noch viel zwar wäre zu moralisi-ren aus dem weisisten König Salomon, ingreditur blandè sedin novissimo mordebit ut coluber, daß diese Besty oͤffters zwareinschleiche unter dem praetext der æconomy der Gesparsamkeit, aber endtlich die Seel erwürget: ich hätte zu gewahr-nen mit einem H. Ambrosio, avaritiae malitia non est ex im-petu naturae, aut actu primo, sed ex intellectu perverso, &voluntate corrupta, daß dieses Laster desto grösser / weilen esnicht aus einer ubereilung des Verstandts, sondern mit Be-dacht und bösen Willen wird vollzogen; wan nicht die Zeit eserforderte mich zu begeben zu Unserem auff der Abreiß nachaußländischen Königreichen schon außstaffirten Printzen / nochvielmehr aber mit heylsamsten Vaͤtterlichen Ermahnungen / utplaceat Deo, dem Allerhoͤchsten gefaͤllig und seinem Hauß loͤb-lich sich auffzuführen / welches geschehen anno 1674. den 18.Novemb. in einem höchst ansehnlichem und gleichsam König-lichem comitat, bey welchem à la façon de la Cour nach HoffGebrauch / das erste musie seyn ein devis oder impresa zu erkie-sen / wurde deßwegen in unterschiedlicher Meinung votirt, beyOHANN WILHELM aber schon beschlossen / kein anderesals das GOtt wohlgefällige zu uben / fecit quod placuit Deo:Was erachten wohl Ewer Lieb und Andacht daß hieraußseye erfolgt / vielleicht seinem Herrn Vatter gemeeß / ein kan-dem? vielleicht mit Augusto Octaviano, festina lentè? viel-leicht mit Maximiliano I. respice finem? oder mit Alphon-so König in Castella & Legione, pro lege & grege, zur manu-tenentz des Gesatz und der Unterthanen? vielleicht mit Justi-niano dem Kayser summa Justitia, summa injuria die streng-ste Gerechtigkeit ist ein Unbilligkeit? oder etwan von denenweisisten Storcis, Peripateticis entlehntes axioma? keines außdiesen, alles ware zu schlecht, allein beliebt die Warheit dergöttlichen Schrifft / welche Er andächtig eröffenet / und hie-auß erkiesen den 9. vers auß dem 45. Psal: Dominus Virtu-tum nobiscum; susceptor noster Deus, der Herr aller Tugen-ten seye mit uns, unser Erhalter der grosse GOtt.In der Warheit die schoͤnste Prob seines gottseligsten Ge-muths ex abundantia cordis os loquitur, dann von dem dasHertz voll / geht der Mundt uͤber: versicherlich ein herrlichesZeichen: fecit quod placuit Deo, daß Er gethan das so Gottgefäl-