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1 (1852) A - K
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GRAFEN V. IvAGENECK.

Eine der ältesten ritlerbürtigen Familien des Elsasses, welche sichspäter im Breisgau ausgebreitet hat. Das Geschlecht halte seinen Stamm-silz auf dem bei Colmar liegenden, jetzt noch in Ruinen sichtbarenBergschlosse Ivageneck, nach dessen Zerstörung es sich um die Milledes 13. Jahrhunderts in Sirassburg ansiedelte, und begleitete einigeJahrhunderte lang im Regimente dieser Stadt die ersten Würden, besassauch einige Zeit das Milnzrecht. Die urkundlich zu erweisende Stamm-reihe beginnt mit dem Ritter Clauss in der zweiten Hälfte des 1 2. Jahr-hunderts. Die Nachkommen desselben verzweigten sich in mehrereLinien, welche aber sämmtlich bis auf die weiter unten aufzuführendeReimboldsche Linie wieder erloschen sind. Erhard gehörte zu denfünfzehn Rittern aus Unterelsass, welche über den Landfrieden 1355.einen Landtag zu Colmar hielten; Stephan, unter dem Heere Leopoldsvon Oesterreich kämpfend, Hol 1386 bei Sempach; Hans begleitete denMarkgrafen Bernhard von Baden 1414 auf das Concil nach Costnitz;ein anderer dieses Namens wurde 1451 von der Stadt Strassburg mit300 Pferden dem Kaiser Friedrich III. zur Krönung nach Italien bei-gegeben, und ein dritter, Hans v. Kageneck, wurde mit seinem BruderMoritz am Tage vor der Schlacht bei Murten, 22. Juni 1476, da Strass-burg mit Elsass und Breisgau den Eidgenossen gegen Carl den Kühnenvon Burgund zu Hülfe zogen, zum Ritter geschlagen. Der jüngere Sohndes genannten Moritz: Reimbold, stiftete eine eigene Linie, welche zumTheil bis zur französischen Revolution im Elsass blieb, durch diese aberihre überrheinischen Besitzungen verlor und sich nach Baden wendete,während der ältere Zweig dieser Linie sich schon um die Mitte des17. Jahrhunderts, nach Erbschaft vieler Güter von der ausgestorbenenFamilie v. Pforr, im Breisgau niedergelassen und den Grundbesitz nochdurch Kauf und Belehnungen des Hauses Oesterreich vermehrt hatte.Aus dieser Linie erhielt Johann Friedrich vom Kaiser Leopold I. 1671den Freiherrnstand, und die Glieder des Geschlechts widmeten sich vonnun an ununterbrochen den Diensten des Erzhauses und mehrere beklei-deten die höchsten Stellen in den österreichischen Vorlanden. Sehrbekannt unter diesen ist nach Casts Angaben: Johann Heinrich HermannFreiherr v. Kageneck, gest. 1744, als Landcömthur des deutschen Ordensund kaiserl. und hoch- und deutschmeisterscher Geh. Rath, später inkurpfälzischen Diensten als Statthalter des Herzogthums Neuburg, Geh.üonferenzminister und zuletzt Obersthofkammerpräsident.

Die Reichsgrafenwürde kam in den Brcisgau'schen Stamm, fürwelchen 1726 in Freiburg ein Haus erworben und ein Majorat gestiftetwurde, durch Kaiser Joseph IL- im Jahre 1771 in der Person des k.k. Kämmerers Friedrich Fridolin Freiherrn v. Kageneck. Von demselbenentspross Graf Heinrich Hermann , gest. 1790, dessen Schwester, BeatrixAntonie Aloysia Gräfin v. Metternich-Winneburg, geh. 1755, gest. 1828,die Muller des Fürsten Clemens v. Metternich war. Von dem Sohnedes Grafen Heinrich Hermann, vom Grafen Heinrich Hiacinth , gest.24. Mai 1829, k. k. Kämmerer, stammt aus der Ehe mit Auguste EliseAmoena Freiin v. Hacke, gest. 21. März 1837, das jetzige Haupt der Familie: