GRAFEN V. INGELHEIM.
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Grafen v. Ingelheim, genannt Echterv. 11. zu Mcspclbruiiii.
JüntlioHfdj. öagent, Älurljcffc«, ©rofil)crjOgtl)itm Reffen,
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Besitz: die Herrscliaften Ober-Erlenbanh, Mespelbrunn, Unterhausen, Rollbach, Schwarze-nau, Lb'springen. Dlngolzhausen, Leppach, Haimaden, Schweppenhausen, Gaulsheimund Gamburg.
Wappen: quadrirler Schild; l und 4 in Schwarz ein von Roth und Goldmit abwechselnden Tincturen in zwei Reihen geschnelltes gemeines Kreuz; 2 und 3in Blau ein silberner, mit drei blauen Ringen belegter rechter Schrägbalken. DenSchild deckt eine Grafenkrone, auf der sich drei gekrönte Helme erheben. Aufdem rechten Helme ein offener schwarzer Flug, jeder Flügel mit dem geschachtenKreuz des 1. und 4. Feldes belegt. Der mittlere Helm trägt fünf einwärtsgebogeneStraussenfedern, von denen die oberste roth, die zwei rechts unter einander stehen-den aber golden und schwarz und die links silbern und blau sind. Auf dem lin-ken Helme zwei blaue Büffelshörner, von denen das rechte mit einem schräglinken,das linke mit einem schrägrechten silbernen Balken belegt ist, auf dem die drei• blauen Ringe liegen. Die Helmdcckcn rechts roth und silbern (dem IngelheimischenWappen nach eigentlich schwarz, roth und golden), links blau und silbern.
Uraltes rheinländisches, früher adeliges, dann freiherrliches undspäter gräfliches Geschlecht, dessen ursprüngliches Stammhaus zu Ober-Ingelheim in der Pfalz war, in welcher die Familie noch jetzt reichbegütert ist. Die ordentliche Stammreihe beginnt Humbracht mit Hein-rich v. Ingelheim, welcher um das Jahr 948 lebte. Von den Nachkom-men desselben wohnte Martin 1165 dem Turniere zu Zürich hei undEberhard, gest. 1300, hinterliess zwei Söhne, Philipp und Carl. Derjüngere Sohn Carl nannte sich Beusser v. Ingelheim, und die Nachkom-menschaft desselben behielt diesen Namen bei, erlosch aber 1580 mitJohann Carl. Der ältere Sohn, Philipp, stiftete die noch blühende Linieder Familie Ingelheim, welche vom 14. Jahrhunderte an im grösstenAnsehen gestanden, namentlich beim Kurhause Mainz, dessen erzbischöf-lichen Stuhl Anselm Franz v. Ingelheim von 1679—1695 inne hatte,hohe Ehrenslcllen und Hofämter bekleidet und 1703 den Freiherrenslanderhalten hat. — Philipp Ludwig , gest. 1659, Amtmann zu Millenbergund Oberstlieutenant-; vermählte sich 1648 mit Maria Ottilie, der Erb-lochter Carl Rudolphs Echter v. Mespelbrunn. Nach Erlöschen des letz-