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GRAFEN V. HUNDT.
Die Grafen v. Hundt gehören zu derjenigen altadeligen Familie inBayern, welche von den Schriftstellern, um dieselbe von anderen gleich-namigen Familien zu unterscheiden, nach dc.m Rittersitze Lauterbach un-ter dem Narrten: Hund v. Lauterbach aufgeführt wurde. Das Geschlechtstammt aus dem salzhurgschen l'inzgau, in welchem es im 13. Jahr-hunderte das Schloss Dorf hei Saalfelden inne halte, und kam vor derMilte des 15. Jahrhunderts durch Heirath in den Besitz von Lauterbachin Oberbayern. Bucelini beginnt die ordentliche Stammreihe der Familiemit Hans Hund, welcher um das Jahr 1357 lebLe. Von den Nachkom-men desselben zeichnete sich Georg 1529 in der Belagerung von Wiensehr aus, und Johann, insgemein Hans Hund v. Lauterbach, und WolfDietrich waren im 16. Jahrhunderte in Niederösterreich angesessen.Sehr berühmt in diesem Jahrhunderte und auch später war WiguleusHund, geb. 22. Juli 1514, gest. 18. Febr. 1588, der bekannte Heraus-geber der „Metropolis Salishurgensis" und des jetzt so seltenen Werkes„Baierisches adeliches Stammbuch der, so die Thurnier besucht". (Ingol-stadt 1585 und 1586. 11 Theile, Fol.; auch 1598. Der dritte Theilfindet sich im Manuscriple vor.) Wiguleus, vorbereitet in Augsburg,studirt'e erst in Ingolstadt, dann in Bologna, wurde 1537 Professor derRechte in Ingolstadt und 1540 Hofrath in München. 1548 wurde der-selbe vom Bayerischen Kreise zum Kammergericht nach Speier gesen-det, ging aber als niederbayerischer Canzler zu Landshut in sein Vater-land zurück. Seil 1552 wurde er bleibend für München bestellt undschloss 1553 im Namen Bayerns den Heidelberger Bund mit. Bei seinemTode war er Hofraths-Präsident. Unter seinen vielen Kindern aus zwei-ter Ehe mit Anastasia v. Frauenberg waren vier Söhne, von denen dereine den Vornamen des Vaters: Wiguleus führte. Mit dem Urenkel des-selben: Christoph Ferdinand, erlosch 1668 die betreffende Linie.
Die jetzigen Grafen v. Hundt, welche sich nach neueren Angabennicht mehr: Hund schreiben, stammen von Engelmann Hund, Landrich-ter zu Dachau, ab, welcher der Bruder des Grossvaters des GanzlersWiguleus Hund war und 1520 starb. Von den Nachkommen desselbenerhielt der Kämmerer Franz Servatius Maximilian vom Kurfürsten Maximi-lian IL 3. Nov. 1681 die freiherrliche und 1. März 1703 die gräflicheWürde. Der Enkel desselben war Maximilian Johann Nepomuk Franz dePaula Graf Hundt auf Weikertshofen und Lauterbach, geb. 8. April1771, gest. 7. Nov. 1839, k. Bayer. Kämmerer und adeliger Stallmei-ster, venu. 19. Jan. 1800 mit Francisca Freiin v. Taenzl-Trazberg, geh.21. April 1778. Aus dieser Ehe stammt das jetzige Haupt der Familie:
JOHANN Nepomuk Adelheid Carl Ferdinand Graf Hundt auf Wei-kertshofen, geb. 13. Juli 1804, verm. 12. Sept. 1842 mit Emilie Ca-roline Josephine Aloisia v. Deker, geb. 18. Mai 1820. Die sechs Brü-der desselben sind: 1) Graf Ferdinand Max Theodor Bernhard, geh.20. Aug. 1805, k. Bayer. Kämmerer und Oberaufschlagsbeamter vonNiederbayern zu Landshut, verm. 16. Juli 1839 mit Carlotta CorneliaMarchesa Florenzi, geh. 16. Juli 1820, aus welcher Ehe Ludwig , geh.30. April 1840, stammt. — 2) Graf Philipp Cajetan Elisabeth Anton