GRAFEN V. HOLSTEIN.
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Grafen v. Holstein.
«Eoangdtfd). ÜDümmarh.
Besitz: die Lehnsgrafschafl Holsteinburg auf Seeland; die Güter Water - Nevcrslorf undGaartz in Holstein.
Wappen: quadrirter Schild mit Mittelschild. Mittelschild der Länge nachgetheilt; rechts in Silher oben eine ganze rollte fiinfblältrige liose und unten einehallte rollte, an die Theilungslinie angeschlossene liose; links in Iioth ein silber-ner, die Sachsen einwärtskehrender und unten, neben der hallten Rose, an dieTheilungslinie angeschlossener Adlersflügel. 1 und 4 in Silber eine rollte Mauermit vier Zinnen. 2 und 3 in Silber eine rollte Raute. Den Schild decken dreigekrönte Meinte. Auf dem rechten Helme stellt ein runder, blauer Spiegel mitgoldener Einfassung zwischen zwei oben durch eine goldene Krone gesteckten Btif-felsh'örncrn, von denen das rechte silbern, das linke schwarz ist. Der mittlereHelm trägt einen vonvärtsgekehrlen schwarzen Büffelskopf, zwischen dessen rollten,mit fünf goldenen Querstrichen belegten Hörnern ein silberner, die Sachsen reclits-kehrender Flügel steht. Auf dem linken Helme erheben sich drei Straussenfedern,silbern, rollt, silbern. Die silbernen sind mit einer rollten, die rothe mit einersilbernen Wecke belegt. Die Helmdecken sind silbern und roth, und den Schildhalten zwei wilde Männer, der rechtsstehende mit der Rechten, der linksstehendemit der Linken. In der freien Hand halten dieselben am äusseren Schildrandeeine Keule empor.
Die Grafen v. Holstein stammen aus einer sehr alten angesehenenmecklenburgischen Familie, welche im Anfange des 14. Jahrhundertsnach Mecklenburg gekommen sein soll, und von allen Zeiten her dasGut Anckershagen im mecklenhurg-schwerinschen Amte Stavenhagen be-sessen hat. Den Ursprung des Geschlechls IeiLen Einige von der Familiev. Holte in der Grafschaft Schaümburg ab. — Lüdecke Holste Mileskommt 1412 als Zeuge vor und Joachim Holsten war 1572 mecklen-burgischer Oberst. Im Laufe der Zeit theille sich die Familie in dieHäuser Fürstenberg, Möllenhagen und Klinken, und Glieder aus allendiesen Häusern wendeten sich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhun-derts nach Dänemark. Aus der Fürstenherger Linie gingen die Grafen v.Holstein-Holsteinburg, aus der Möllenhagener Linie durch Johann Lud-wig 1750 die Grafen v. Holstein-Lelhraburg (Ledreborg) hervor, welcheLetztere den reichsgräflichen Titel nicht fuhren.