GRAFEN V. HÖCHBERG.
Grafen v. Höchberg.
(Euangrlifd).
prcttiiett.
Besitz: die Minder-Standcsherrschaft Neuschlqgg,; die freie Standesherrseliafl Ffirslensteinliebst Rohnslock und das Für-stehthum Pless in Sciilcsien.lias Haupt der Familie wurde 15. Oci. 1850 mit dem Prädieale „fürstliche Gnaden" zumFürsten v. Pless erhoben.
Wappen: quadrirter Schild mit Mittelschild. In dem mit einer Fürsten-krone bedeckten Mittelschilde in Gold ein schwarzer zweiköpfiger Adler, über wel-chem eine Kaiserkrone schwebt. Die Brust des Adlers ist mit einem kleinen Schildbelegt, welcher in Roth einen silbernen Querbalken zeigt, auf welchen der goldeneBuchstabe L. geheftet ist. — 1 und 4 in Silber ein cinwärtsgekchrter, gekrönter,goldener Löwe mit doppeltem Schweife. 2 und 3 quergetheilt'; oben in Roth dreiblaue Berge, von denen der mittlere der höhere ist, unten von Roth und Silberin drei Reihen, jede zu vier Feldern, geschacht. Auf der Grafenkrone erhebensich drei gekrönte Helme. Auf dem rechten steht eine rothe Rose mit vier Blät-tern zwischen- zwei gestürzten Fischen, deren Aussenseitc mit drei Federn bestecktist. Die Federn am rechtsstehenden Fische sind rollt, silbern, roth, die an demlinksstehenden silbern, roth, silbern. Der mittlere Helm trägt den Adler des Mit-telschildes, und der linke den Löwen des 4. Feldes. Die Helmdecken sind rolltund silbern. ■— Der Löwe im 1. und 4. Felde wird von Einigen rechts, von An-deren links gestellt. Der Schmuck des rechten, zum Stannnwappen gehörigen Hel-mes kommt sehr verschieden vor. Der hier abgebildete ist nach Abdrücken vonPetschaften durch den Gebrauch hinlänglich gerechtfertigt. Was die mehrfachenAbweichungen anlangt, so sei nur erwähnt, dass Siebmacher statt der Rose eineLilie an einem Stengel mit sechs Blättern angiebt.
Uraltes, der Sage nach von Otto Grafen v. Steiermark, Herrn aufHohenberg, stammendes Geschlecht, welches sich früher Hohberg schrieb,welcher Name erst in den grällichen Diplomen in Hochberg umgeändertworden ist. Die ordentliche Slnmmreihe heginnen Bucelini, Hühner u. A.mit Melchior v. Hohberg, welcher 1309 mit Kaiser Heinrich VII. ausLuxemburg nach Schlesien gekommen sein soll. Von Melchiors Söhnenstarb Heinrich, seiner Gelehrsamkeit wegen berühmt, 1353 als gefor-steter Aht zu Fulda, Friedrich aber erhielt vom Kaiser Carl IV. denFreiherrensland, welchen jedoch die durch den Hussitenkrieg hartbe-troHenen Nachkommen wieder ablegten. Von Friedrichs drei Söhnen: