GRAFEN HENCKEL V. IIONNERSAIARCK.
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krönter, blauer Löwe mit doppeltem Schweife, unten in liotli drei (2 und 11 weisseKosen. 2 und 8 in Blau ein reclitsspringcndes silbernes Einhorn mit goldenemHörne. 3 und 5 ein einwärtsschender, ausgebreiteter und golden bewehrter schwar-zer Adler. 4 und 6 in Gold auf einem dreifachen grünen Hügel ein rothes, nachWissgrill silbernes, oben abgeschnittenes Antoniiiskreuz. Auf der Grafenkrone er-heben sich drei gekrönte Helme. Auf dem rechten Helme der wachsende Löwedes. 1. und 7. Feldes; auf dem mittleren Helme steht ein gekrönter, ausgebreiteter,schwarzer Adler, und aus dem linken Helme wächst das Einhorn des 2. und 8.Feldes empor. Die Decken des rechten Helmes sind blau und golden, des mitt-leren schwarz und golden und des linken blau und silbern. — Wie beschrieben,kommt dieses Wappen in einigen Abbildungen vor und stimmt mit den AngabenWissgrills, welcher der Beachtung sehr Werth ist. Der Abweichungen giebt es viele.Den wachsenden Löwen in der oberen, bisweilen ganz falsch schwarz tingirlen Hälftedes 1. und 7. Feldes kehren Einige rechts, während Abdrücke von Petschafteneinen linksstreitenden Löwen zeigen. Die Adler werden neuerlich als preuss.schwarze Adler abgebildet und das Antoniuskreuz wird auf ein rothes Fussgestell vondrei Stufen gesetzt und an beiden Enden so dargestellt, dass man an Okolski's Be-schreibung des Kornitzschcn Wappens denken möchte.
Die Grafen Henckel v. Donnersmarck stammen aus Ungarn von demin hohem Ansehen gestandenen, im 17. Jahrhundert erloschenen Ge-sehlechte der Grafen Thurzo de Bethlen-Falva ab, aus welchem einigeGlieder Palatine von Ungarn waren und Johann Thurzo Bischof zuBreslau wurde. — Petrus de Thurzo, welcher um das Jahr 1378 be-kannt war, vermählte sich mit der Erbtochler der alten adeligen Fa-milie v. Henckel, nahm deshalb letzteren Namen an und legte ihn auchseinen Söhnen, neben dem Namen seiner Besitzung im Zipser Lande, desMarktlieckens und Schlosses St. Ladislaus, auch Quinlo Foro oder Don-nersmarck genannt, hei. Dem Sohne desselben: Jacob rühmte KaiserSiegmund in einem zu Costnitz 1417 crlhcillen Diplome seine Ver-dienste und sein gutes Herkommen hoch an. Jacobs Sohn, Johann L,hinterliess zwei Söhne: Georg 1. und Niclas. Letzterer war 14G3 Dom-herr zu St. Marlin in Zips und Ersterem wurden die Verdienste seinerFamilie in einem zu Ofen 1456 erthcilten Diplome vom König Ladis-laus von Ungarn anerkannt. — Conrad Henckel v. Donnersmarck, vertu,mit Margaretha v. Villach, war 1525 König Ludwigs 11. in Ungarn Feld-oberst und lebte noch 1540. Der Sohn desselben: Johann II. dientevon Jugend auf am Hofe der Königin Maria von Ungarn, kam auch mitihr nach Wien und wurde k. Rath und Zahlmeister. Aus der Ehe mitAnna v. Völdner stammte Lazarus I. Derselbe wird in Acten des k.k. Hofkammer-Archivs von 1589, 1592, 1598 und 1601 als Ihrer kais.Majestät Hofdiener, Handelsmann und Hoflieferant aufgeführt und ge-langle zu grossem Reichthum. 1601 brachte er die Herrschaften undAemter Gföll, Weserndorf und Weisscnkirchen in Nieder-Oesterreichpfandweise und 1608 die Herrschaft Gföll vom Kaiser Rudolph IL käuf-lich an sich. Kaiser Matthias erhob ihn 30. April 1615 in den Frei-herrenstand, so wie zum k. Kammer-Rath und Beständinhaber und Di-rector der königl. Kupferbergwerke in Ober-Ungarn und verpfändete ihmdie Standesherrschaften Beuthen, Oderherg und Tarnowitz in Schlesien,welche er 1629, nicht lange vor seinem Tode, vom Kaiser FerdinandII. erkaufte. Die gesammlen Güter in Oeslerreich und Schlesien he-