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1 (1852) A - K
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grafen v. ii augwitz.

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Uraltes sächsisches Geschlecht wendischen Ursprunges, welches sichin Schlesien, der Lausitz, Mähren und Böhmen weit verbreitet hat undschon im 12. Jahrhundert sehr bekannt war. Im Meissnischen war das-selbe früher reich begütert. Nicolaus v. Haugwitz, Oberst des Land-grafen von Thüringen Friedrich mit der gebissenen Wange, vertheidigte1296 die Stadl Freiberg 16 Monate lang gegen den Kaiser Adolph vonNassau. Jan v. Hugewicz, Ritter, kommt 1392, 1393, 1398 und1399 als Zeuge vor; Ernst kämpfte unter dem Meissnischen Adel 1426in der Schlacht bei Aussig gegen die Ilussiten sehr tapfer; Peter undGeorg folgten einander als Bischöfe zu Naumburg und starben 1463,nachdem Letzlerer die bischöfliche Würde nur einige Tage bekleidethatte; Christoph, ein eifriger Förderer der Reformation, war 1530 heiUebergabe der Augsburger Confession zugegen, und Johann, gest. 1595,als Gelehrter sehr bekannt, war der 46. und letzte Bischof zu Meissen. Aus Sachsen kam die Familie schon unter den ersten schlesischenHerzögen nach Schlesien und aus Schlesien später nach Mähren undBöhmen. Helmreich v. Haugwitz verwaltete schon im 13. Jahrhundertdas Landhofmeister-Amt des deutschen Ordens in Preussen. In Schle-sien zerfiel das Geschlecht in sehr viele nach den Hauptgütern genannteHäuser, namentlich in die Häuser Obisch und Töppendorf, Brodelwitz,Sitlau und Rützen, Iialteborschen, Tschistey, Sandewalde, Harte, Nieder-schreibendorf, Woilzdorf, Raudnitz, Schönau, Hausdorf etc.

Tobias Wilhelm v . Haugwitz aus dem Hause Tschistey, war zuEnde des 17. und im Anfange des 18. Jahrhunderts mit Anna Barbarav. Slössel vermählt. Aus dieser Ehe entsprossen zwei Söhne: GeorgCarl und Heinrich Wilhelm , welche 4. Oct. 1723 in den Freiherren-stand erhoben wurden. Der ältere: Georg Carl Freiherr v. Haugwitz,gest. 1753, Herr auf Brausehitzdorf, Tschistey etc., k. poln. und kurs.General-Feldwachtmeister, erhielt vom Kaiser Carl VI. 1733 die Reichs-grafenwiirde. Derselbe, vermählt mit Anna Helene v. Haugwitz, stiftete1742 unter Genehmigung des Königs von Preussen ein auf Krappitzruhendes Familienfideicommiss für seine Nachkommen und für sein ganzesGeschlecht, welches, in Folge des zwischen den Geschlechtsvettern gleichbei Errichtung desselben geschlossenen Familienvertrags, beim Abslerbenseiner männlichen Nachkommen 1765 auf die ältere in Schlesien sess-hafte Collaterallinie fiel. Der älteste seiner fünf Söhne, von denen vierkeine Nachkommen hatten, war Graf Friedrich Wilhelm , gest. 11. Sept.1765, Herr der Grafschaft Namiest und der Herrschaft Grossniemlschitz,Urspitz und Kienitz in Mähren, Oberst-Erblandthürhüter in Oesterreichunter der Ens, k. k. w. Geh. Rath und Kämmerer, Staats-, Confcrenz-und Oberster-Direclorial-Minister, k. böhm. Oberster- und österr. ersterCanzler. Derselbe erkaufle 1752 die ansehnliche Grafschaft Namiest inMähren und stiftete mit Genehmigung der Kaiserin Maria Theresia einzweites, auf Namiest ruhendes Fideicommiss für seine Nachkommen undfür das ganze Geschlecht. Da sein einziger Sohn aus erster Ehe mitMaria Eleonore Gräfin v. Nostilz, verm. 1731, gest. 1736, Graf OttoCarl , geb. 31. Oct. 1734, gest. 1761, vor dem Vater verstarb und