Druckschrift 
1 (1852) A - K
Entstehung
Seite
313
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grafen v. hardegg.

Grafeil v. Hardcgg.

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Besitz: Stelteldorf, Schmida etc.; die Herrschaften Kadolz, Seefeld, Gross-Harras; die Edel-sitze Rammersdorf, Hadrcss etc. in Niederosterreich.

Wappen: quadrirtcr Schild mit einer zwischen Feld 3 und 4 eingepfropf-ten Spitze und mit Mittelschild. Im silbernen Miltelschild auf grünem Boden einschwarzer, gelbgetupfter, rechtssehender Vogel, nach Einigen eine schwarzbunteKrickente mit rothen Füssen und Schnabel. I der Länge nach gctheilt; rechts inBlau ein goldener, einwärtsgekehrter, doppeltgeschweifter Löwe, welcher mit beidenVorderpranken eine aufrechtstehende, gekrönte, goldene Säule hält; links von Goldund Both sechsmal schräglinks gctheilt. 2 der Länge, nach gctheilt; rechts in Bothein einwärtsschender silberner Adler mit ausgebreiteten Flügeln; links in Silberzwei rollte Pfähle. 3 in Silber ein goldener rechtssehender Adler mit ausgebreite-ten Flügeln. 4 in Silber ein rothes, ausgerundetes Kreuz. In der rothen einge-pfropften Spitze ein nach rechts gekehrter geharnischter Arm, welcher in der Handeinen goldenen Streitkolben hält, lieber der Grafenkrone erheben sich vier Helme,von denen der rechte, zweite und linke gekrönt sind. Auf dem rechten steht eindie Sachsen einwärtskehrender, blauer, mit einem goldenen schrägrechten Balkenbelegter Adlersflügel; der zweite trägt einen offenen Adlersflug, dessen rechter Flü-gel von Both und Gold sechsmal schräglinks, der linke ebenso schrägrecbfs gelheiltist. (Aeltere Abbildungen zeigen einen goldenen Flug, dessen rechter Flügel mit zweirollten schräglinken,' der linke mit zwei rothen schrägrechten Balken belegt ist.) Aufdem dritten Helme steht ein siebeneckiges, an den sechs sichtbaren Ecken mitPfauenfedern besetztes Schirmhret, in welchem sich das 2. Feld des Hauptschildesso wiederholt, dass die rothen Pfähle rechts, der silberne Adler links steht. Aufdem linken Helme ruht ein die Sachsen einwärtskehrender geschlossener Adlersflug,dessen obere, mit einer rothen Kugel belegte HälTte golden, die untere in vier Bei-Iren von Silber und Roth geschacht ist. Die Decken des rechten Helmes sind blauund golden, die des zweiten rolh und golden, und die des dritten und linken Hel-mes silbern und rotli.

Die jetzigen Grafen v. Hardegg (Ilardeck) stammen aus dem sehrallen und berühmten österreichischen und steiermärkischen Geschlechteder Prueschcnkc v. Stettenberg, deren ordentliche Stammreihe um dasJahr 1240 mit Rüdiger dem Prueschenken, Ritter, beginnt. HeinrichPrueschenk, Kaiser Maximilians I. Oberster Feldhauptmann, und der Bru-der desselben: Siegmund , Kaiser Friedrichs III. Kämmerer, Geh. Rathund Obersthofmarschall, wurden 7. Juni 1480 mit dem Prädicate: v. Stet-tenberg in den Reichsfreiherrenstand erhoben; auch erhielten beide 1482