GRAFEN V. IIARBUVAL UND CHAMARE.
Grafen v. Elarbuval sind Cliamare.
Üatljolifd). ©rfkmid).
Besitz: die Herrschaften Sossenheim in Steiermark, Reha und Ternovecz in Groatieii;die Ailodia) - Herrschaft Ncuschloss und die Aliodial - Güter Pottensteiu , Langen-Chotta und Siowan in Röhm'en.
Wappen: quadrirter Schild mit einem breiten, über den ganzen Schildgezogenen rollten Pfahl, in welchem auf grünem Hügel ein geharnischter, in derHechten ein hlankes Schwert schwingender, die Linke in die Seite stemmender Rit-ter steht. 1 in Blau ein goldener, Geckiger Stern ; 2 in Silber auf grünem Hügelein einwärtsgekehrter blauer Greif, welcher in den Vorderpranken einen goldenenStern hält; 3 in Silber auf grünem Hügel ein einwärtsgekehrter, rother Löwe,welcher in den Vorderpranken eine über den Kopf nach rechts wehende, blaue,mit silbernen Querstreifen eingefassle Fahne trägt (die Fahne wird neuerlich vonEinigen als eine rollte, mit zwei silbernen Querstreifen bezeichnete Standarte angoldener Lanze aufgeführt); 4 von Refill und Silber in 7 Reihen, je zu 3 Feldern,geschacht. — Heber der Grafenkrone stehen drei gekrönte Helme. Aus dem rech-ten Helme wächst der Löwe des 3 Feldes mit der Fahne, aus dem mittleren dergeharnischte Mann des Schildpfahles empor, und auf dem linken stellt der Greifdes 2. Feldes mit dem Sterne. Die Helmdecken sind rechts rollt und silbern, linkssilbern und blau.
Uralle Familie, deren Namen: Harbuval von der ursprünglichenGeschlechtsbesitzung Harbuval in der Grafschaft Arlois hergekommen ist.Johann I. v. llarbuval vermählte sich 1112 mit einer Gräfin v. la Laineund pflanzte das Geschlecht fort. Die Nachkommen desselben standenmeist in k. spanischen Kriegsdiensten, und im 9. Gliede stammte vonihm Johann Baptist v . Harbuval, nachmaliger llaron v. Chamard. JohannBaptist, welcher ebenfalls in k. spanischen Kriegsdiensten war , ergriff1555 bei Belagerung der Festung Tauris eine Fahne, drang in dieFeinde, erstieg den Wall der Festung und pflanzte auf demselben dieFahne auf, worauf die Festung bald genommen wurde, da der com-mandirende General gerufen halte, dass man dem „schamarirten" Kleide,welches Johann Baptist trug, nacheilen solle. Von der Farbe diesesKleides erhielt derselbe den Namen: Chamard. Er vermählte sich 1527