GRAFEN V. HALI.KR.
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27. März 1528 das Wappen mit dem der ausgestorbenen Familie v.Hallerstein. — Gauhe führt an, dass die v. Ilaller von alten Zeilen herin Siebenbürgen geblüht hätten, llieils die Freiherren, theils die Grafen-würde führten und dass sie nach Troester aus Nürnberg nach Her-mannsladt gekommen wären. Gabriel, fürstlich Siebenbürgischer Geh.Rath, sei 1660 als Abgesandter an den türkiseben Hof geschickt wor-den, und von den Nachkommen desselben sei 1708 Georg Milstatthaller,Johann Schatzmeister des Fürstenthums Siebenbürgen, und Johann GrafHaller v. Hallerstein 1736 k. w. Geh. Rath und Gouverneur von Sie-benbürgen gewesen. — Nach dem Gen. Taschenbuche der gräll. Häuser(1840. p. 217] hatten sich Ruprecht Hallers, gcsl. 1500, vier Sohne inSiebenbürgen und Ungarn angesiedelt; davon leben die Nachkommendes Peter Haller, dessen Enkel: Stephan und Georg zwei Linien bildeten.Stephans Söhne: Gabriel, Johann, Landesgouverneur in Siebenbürgen,und Ladislaus wurden, nachdem 1. April 1699 der Freiherrenstand indie Familie gekommen, 8. Juli 1713 vom Kaiser Carl VI. mit ihrenNachkommen in den Gralensland erhoben, und die Descendenz ist jetztin vier Zweige getheilt.
Gegen diese Angaben erhebt sich allerdings, Avas die Abstam-mung der Grafen v. Haller von der fränkischen und namentlich Nürn-berger Familie v. Ilaller anlangt, ein heraldisches Bedenken. Der obenerwähnte, vom Kaiser Siegmund 1433 erlheilte Wappenbrief ergiebt alsWappen in Roth einen aus der rechten oberen Ecke des Schildes biszur linken unteren Ecke gezogenen silbernen Ständer, welcher mit einemschwarzen belegt ist. Der bei Vermehrung des Wappens vom Kaiser CarlV. 1528 erlheilte Wappenbrief giebl diesem, das 1. und 4. Feld ein-nehmenden Ständer dieselbe Stellung, während Feld 2 und 3 dasWappen der ausgestorbenen Familie v. Ilallerstejn enthält: von Rothund Silber quer getheilt; oben in Roth eine goldene gestürzte Spitze,unten in Silber ein doppellgeschrveifter, leöpardirter schwarzer Löwe.Diese Wappenbilder hat die fränkische Familie Ilaller v. Hallerstein stetsgeführt und dieselben kommen auch im freiherrlichen Wappen der Fa-milie nach dem Diplome vor, welches im kurbayerischen Vicariate 24.Sept. 1790 für den Kriegsrathspräsidenten Johann Siegmund Ilaller v.Hallerstein in Nürnberg ausgestellt worden ist. Hiervon weicht nun dasWappen der Grafen v. Ilaller, wie angegeben, ganz ab und so dürftenwohl die Letzleren mit der fränkischen Familie in dem angenommenenZusammenhange nicht stehen. In dieser Hinsicht ist es wichtig, dassnach Bucelini, Valvasor und Anderen eine Familie v. Ilaller aus Bayernsich in Steiermark und von da in Krain niedergelassen und 6 Meilen vonLaibach das Schloss Hallerstein erbaut hat. Aus dieser Familie wirdzuerst Andreas um das Jahr 1374 aufgeführt. Hermann war 1420Propst in Seccau, und der Bruder desselben, Clemens, Oberstlieutenanl.Des Letzteren Sohn: Georg, Herr zu Albin und 1560 PräsidenL in Krain,hinterliess drei Söhne: Joseph, Landesdepulirter A'on Krain; Jacob,Hauptmann der Ritterschaft in Krain, und Johann Georg, Landesverwal-ter von Krain, erzherzogl. österr. Rath und Erbland-Falkenmeister in