Druckschrift 
1 (1852) A - K
Entstehung
Seite
295
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Grafen v. Grote.

dcuangclifd). üjunnooer.

Besitz: die Güter Brese, Wrestedt, Bieltede uttd Stadensen.

Wappen: Schild qnadrirt; 1 und 4 in Silber ein nach der rechten Seilegewendetes, rollt gezäumtes, schwarzes Ross, welches den rechten Vorderfuss indie Höhe hebt (das Ross auf grünen Boden zu stellen, entspricht dem adeligenWappen nicht); 2 und 3 in Gold ein rechtsschender, goldbewehrter und gekrönterrother Adler mit ausgebreiteten Flügeln. Den Schild deckt eine Grafenkrone, aufwelcher sich ein ebenfalls mit der Grafenkrone gekrönter Helm erbebt, aus dem11 Pfauenfedern hervorgehen. Nach dem Wappenbuche des Königreichs Hannoverist der Helm mit einem Wulste von Schwarz und Silber belegt und auf demselbenstehen eilf schwarze Straussenfedern. Die Helmdecken sind rechts schwarz undsilbern, links golden und roth. Den Schild halten nach dem Wappenbuche derpreussischcn Monarchie zwei weisse, nach dem Wappenbuche des KönigreichsHannover aber schwarze Einhörner.

Eine der ältesten lüneburgischen Familien, welche, wie Mehrerenach Meyer annehmen, von den edlen Herren v. Wolfenbüttel, die Her-zog Alberl der Grosse zu Braunschweig 1255 vertrieb, abstammen, undvon Otto, welchen man seiner Länge wegen den Grossen oder Grotennannte, den Namen erhalten haben soll. Doch beweist Pfeffinger ausUrkunden vom Jahre 1186 und 1190, dass die Groten schon vorherbekannt und ihr Adel begründet war und dass dieselben schon zu An-fange des 13. Jahrhunderts das Erbtruchsess-Amt im Herzogthum Lüne-burg besessen haben. Gauhe führt zuerst einen Otto Grote auf, dessenum das Jahr 1256 lebende zwei Söhne: Otto der Jüngere und Wer-ner v. Schwerin, zwei besondere Linien stifteten, von denen die letztere,die Linie zu Schwerin, 1372 ausgegangen sein soll, während die erslere,von Otto gestiftete dauernd fortgepflanzt wurde. Von den Urenkeln desLetzteren war Werner Grote 1371 Abt zu St. Michaelis in Lüneburg,und dessen Bruder Otto erzeugte einen Sohn gleichen Namens, welcherBurgmann zu Haarburg war. Dieser letztere Otto wird in der geschicht-lichen Uebersicht, welche das genealogische Taschenbuch der gräflichenHäuser gieht, als Otto VIII. aufgeführt, und es wird dabei angegeben,dass derselbe 1430 wegen des Landes Stylhorn und wegen Rodehusnebst den Städten Lübeck und Hamburg einen Bund mit den Vorstehern