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1 (1852) A - K
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GRAFEN V. GR0NSFEL1).

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v. Diepenbroick, Diepenbroich, Diepenbroeck ab. Das Stammhaus, Schlossund Herrschaft Diepenbroick, liegt unweit Tongern, und der nächsteStammvater der Familie erhielt durch Vermählung mit der ErbtochterRüdigers v. Gronsfeld die Herrschaft Empel und die Baronie Gronsfeld,welche später vom Kaiser Rudolph II. zur Grafschaft erhoben wurde.Die Familie v. Diepenbroick erwarb im Laufe der Zeit im Münsterlandeund im Tecklenburgisfchen grossen Grundbesitz, und theilte sich in zweiHauptlinien: in die zu Empel und Heyen in Westphalen und zu Wilders-hausen im Hannoverschen. Das vornehme Geschlecht der ehemaligenGrafen v. Gronsfeld gehörte dem Herzogthume Limpurg an, stammtevon den dortigen Herzogen ah, und das Stammschloss lag hei Mastricht.Im 15. Jahrhunderte erlosch die Familie im Mannesstamme ganz unddurch die Erblochler des letzten Grafen v. Gronsfeld, Catharina, welchemit dem Grafen Theodor 11. zu Rronchorst vermählt war, gelangte dieBaronie Gronsfeld an die betreffende Linie der Grafen v. Bronchorst.Als diese Linie, welche sich Bronchorst-Gronsfeld schrieb, 1553 erlosch,kam Gronsfeld durch weibliche Succession an die Grafen v. Limpurg-Styrum, doch erhob sich dagegen mit den anderen Linien der Grafenv. Bronchorst, so wie der Familie v. Diepenbroick, welche sich in Folgeder oben erwähnten Erwerbung Diepenbroick-Gronsfeld schrieb, ein lan-ger Process, welcher endlich zu Gunsten der Kläger entschieden wurde.Mit Johann Franz Reichsgrafen v. Gronsfeld, Bronchorst, Baltenburg etc.erlosch 1719 die Bronchorstische Familie, und die Universalerbin wardie Gemahlin des letzten Grafen Maria Anna Gräfin v. Törring. Dieselbevermählte sich in zweiter Ehe mit Claudius Nicolaus Grafen v. Arberg-Valengin, und die Tochter aus dieser Ehe, Josepha, welche sich 1745mit Maximilian Emanuel Grafen v. Törring vermählte, brachte Gronsfeld andie Familie der Grafen v. Törring, wodurch der ältere Ast der Linie zuJeltenbach Thcil an der Curialstimme des westphälischen Grafcn-CoIIe-ginms erhielt. Doch kam der Besitz durch den Lüneviller Frieden anFrankreich und der bisherige Besitzer wurde durch den R.-D.-Haupt-schluss von 1803 dafür mit der vormaligen reichsständischen weiblichenCistercienser Reichsahlei Gutenzell entschädigt, welche in der rheinischenBundesacle 1806 als standesherrliche Grafschaft der witrllembergischenStaatshoheit untergeordnet wurde. Nach dem Aussterben der Grafenv. Gronsfeld-Bronchorst wurde Johann Bertram Arnold Freiherr v. Die-penbroich, k. preuss. Kammerherr, Landdrost im Clevischen und Oberst-Wachtmeister unter den Dragonern, vom Kaiser Carl VI. mit seinerDescendenz zum Reichsgrafen v. Gronsfeld erhoben. Die Nachkommendesselben zerfielen in eine ältere und jüngere Linie, von welchen ersterein diesem Jahrhundert erloschen ist, letztere aber noch blüht. Erstereschrieb sich Gronsfeld-Diepenbroick, letztere Semperfrey zu Limpurg-Sontheim.

Die Abstammung der jetztlebenden Glieder der Familie ergiebl sichaus nachstehenden Angaben:

Johann Bertram Arnold Freiherr v. Diepenbroick, Reichsgraf v.Gronsfeld (s. oben), geb. 4. Nov. 1657, gest. 18. Jan. 1720, k. preuss.