Druckschrift 
1 (1852) A - K
Entstehung
Seite
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GRAFEN V. I). GRÖBEN.

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(«rafei! v. <1. Gröben.

(Eoangclifd)

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Besitz in der Provinz Preussen: die Majorate Ponarien, Neiidörfclien, Gross-Schwansfeld,Ludwigsdorf; ausserdem das Gesämmt- Fideicommiss Langheim mit Liepe und dasStiftsgut Harnau.

Wappen: der Länge nach getheilter Schild mit guldener Einfassung, rechtsin Blau ein S&berner, in die Höhe gerichteter Spicss; links in Silher eine an dieTheilungslinie geschlossene, den Fuss gegen die linke Seite aufwärtskehrende rotheGreifsklaue. Deher dem Helme liegt ein, dem Cardinalshute ähnlicher Hut, dessenKopf oben von Roth und Silber geviertet, an der Seile, so viel man von derselbensehen kann, rechts rollt und links silbern ist, die darunter gelassenen Krempenhingegen sind rechts silbern, links rollt. Zu beiden Seiten -des Hutes kommt einerothe Schnur in Gestalt der Zahl 8, oder zweimal durch sich selbst geschlungen,mit gleichfarbiger Quaste hervor, welche sich nach aussen wendet. Die Helmdeckensind rechts blau und silbern, links silbern und rotli, und den Schild halten rechtsder auswärtssehende preussische schwarze Adler, links der brandenburgische rollteAdler.

Uraltes deutsches, ursprünglich wohl aus Franken und Sachsenstammendes Riltergeschlecht, welches sich besonders in Preussen, denMarken und Pommern, so wie später in Dänemark etc. ausgebreitet hat.Der Sage nach gehörte dasselbe zu den uralten Geschlechtern, aus wel-chen die allen Sachsen die zwölf Vice-Herren ihres Königreichs wähl-ten, und Glieder dieser Familie sollen, wie Einige angenommen, mitKaiser Heinrich I. in die Mark gekommen sein und unter seinen Fah-nen gefochten haben. Die förmliche Niederlassung in Preussen er-folgte, ausser dem Ritterdienste im deutschen Orden, erst später. Hein-rich v. d. Gröben erwarb 1408 das Gut Itohbern. Die Söhne dessel-ben: Adam, deutscher Ordensritter und Führer eines Paniers, und Gün-ther, blieben nebst mehreren Rittern ihres Namens 15. Juli 1410 inder Schlacht bei Tannenberg und es blieb nur Günthers Sohn, Ludwig,damals noch Kind, übrig. Durch denselben wurde die preussische Linieerhallen und die jetzigen Grafen und Herren v. d. Gröben stammen ingerader Linie von ihm ah. Von seinen Nachkommen brachte Hans Lud-wig auf Lichlenfelde, gest. 1669, Prälat des Stifts zu Brandenburg, Di-rector der Landschaft und w. Geh. Rath, von Neuem das Erlrjägermei-steramt der Kurmark Brandenburg, welches jetzt nicht vergehen ist, ansein Haus. Friedrich v. d. Gröben, gest. 1712, als k. preuss. Amls-

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