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1 (1852) A - K
Entstehung
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GRAFEN V. GÖTZEN.

Grafeil v. Götzen.

flEucntgeltfrij.

Greußen.

Besitz: die Herrschaften Scharifeneck, Niedenvalditz und Gross Kruischen in Schlesien.

Wappen: quadrirter Schild mit goldener Einfassung und mit Mittelschild.Mitt elschild ebenfalls mit goldener Einfassung, von Blau und Gold der Länge nachgelheilt und belegt mit einem Ast mit zwei aus demselben hervorsprossenden grü-nen Blättern, von denen das eine in der rechten blauen, das andere in der linkengoldenen Hälfte liegt. 1 in Blau ein rothgesatteltes und gezäumtes, nach der rech-ten Seite springendes silbernes Boss; 2 in Silber auf grünem Iiiigel eine steinfar-bene Kirche mit rothem Dach; 3 in Silber auf grünem Hügel eine dergleichen miteiner Mauer umgebene Kirche (anf Zeichnungen und Petschaften oft castellförmig);4 in Blau ein nach der rechten Seite fortschreitender Infanterist in rother Uniform,welcher in der rechten Hand ein Gewehr hält. Den Schild deckt eine Grafenskröne, auf der sich drei gekrönte Helme, der mittlere mit einer Grafenkrone, er-heben. Aus dem rechten Helme bricht der preussischc schwarze Adler, auf derBrust mit dem Namenszugc FWB, einwärtssehend hervor. Auf dem mittleren Helmeerscheint zwischen zwei übereck von Schwarz und Gold gctheilten BiiHelskürnerneine schwarze Bärentatze bis an den Bug, welche einen Honigkuchen hält. Derlinke Helm ist mit acht Fahnen an silbernen Stangen besteckt, von denen vier sichrechts, vier links wenden. Die Farben der letzteren sind von der längsten in derMitte an silbern, schwarz, rotli und blau, die der ersten grün, gold, purpur undblau. Am Schilde stehen zwei gewappnete Ritter; der rechtsstehende legt den lin-ken, der linksstehende den rechten Einbogen auf die obere Ecke des Schildes undjeder hält in der freien Hand eine Turnierlanze, unter deren Spitze zwei goldeneQuasten fliegen.

Uralte fränkische Familie, aus welcher im 13. Jahrhundert mehrereGlieder mit den deutschen Rittern in die Mark Brandenburg zogen, umsich dort niederzulassen. Aus Brandenburg, wo die Familie zuerst Zeh-lendorf und Ziilsdorf, später aber auch viele andere Guter erwarb, ver-breitete sich dieselbe nach Pommern, Schlesien, Böhmen und Sachsen. J ohann v . Götzen aus dem Hause Zehlcndorf, geh. 1599, trat 1625in kaiierliehe Dienste und gelangte in diesen sehr bald zu hohen Wur-den. Kaiser Ferdinand II. erhob denselben in den Freiherren- und nachdem Siege hei Nördlingen 1635 in den Reichsgrafenstand. Er wurde1638 Feldmarschall, fiel aber 24. Febr. 1645 in der Schlacht bei Jan-kau in Böhmen. Unter den vielen Besitzungen, die er erlangt hatte,