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1 (1852) A - K
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grafen v. gehsdorff.

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Schloss und Dorf GeronsdorlT, später Gersdorff genannt. Dieser Sitz kaman Geros Enkel, Gero, den ersten Markgrafen der Lausitz und nach dessen965, ohne männliche Nachkommen erfolgten Tode erhielt denselbeneiner seiner Vettern, oder ein tapferer Ritter, welcher dem Markgrafengegen die Wenden beigestanden halte, nannte sich nach diesem Schlosseund pflanzte das Geschlecht und Namen fort. In der Lausitz scheintdie Familie sich schon in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts an-sässig gemacht zu haben. Im Laufe der Zeit breitete sich die Fa-milie so aus, dass 1525 in der Schlacht hei Pavia 27 Glieder dieserFamilie gehliehen sein sollen und 1527 bei einer zu Zittau abgehaltenenGeschlechtszusammenkunft über 200 derselben mit sehr grossem Gefolgeerschienen, ja Caspar Dornav schrieb vor länger als zwei hundert Jahrenan Johann Nicolas, v. Oersdorf!, dass, wenn der Stammvater der Familiewieder aufstehen sollte, derselbe 1300 Enkel zählen würde, die in 9Königreichen und Ländern ausgebreitet und mit 130 vornehmen Familienversippt wären. Die Zahl der Linien und lläuser, welche sich inder Lausitz bildeten, ist sehr gross. Zu den am meisten bekannt ge-wordenen gehörten die Häuser Tauchritz, Lautitz, Meffersdorff, Ilorcka,Kreischa, Malschwitz, Baruth, Uhyst, Graeditz, Ruhland, Plieskowilz etc.etc., über deren Glieder namentlich Carpzov in seinem Ehrentempel desMarkgrafenthums Oberlausilz mit unendlichem Fleisse sehr vieles derNachwelt erhalten hat. Wie in Meissen, so entstanden auch in Schlesiendurch diese Familie mehrere Dörfer und Rittersitze ihres Namens und zudenselben kamen andere Besitzungen. In Schlesien blühte besonders dasHaus Weichau. Auch erwarb in Böhmen die Familie grossen Grund-besitz.

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts kam in einige Liniender Freiherrenstand und in der ersten des 18. Jahrhunderts der Grafen-stand. Georg Rudolph , k. k. Geh. Rath und Herr auf Weichau, wurde29. Aug. 1668 Freiherr und 1701 böhmischer Graf, starb aber kinder-los; Nicol v. Oersdorf!' aus der Malsclrwilzer Linie, k. poln. und kurs.geheimer Raths-Direclor, erhielt 1672 den Freiherrenstand; und ChristophFriedrich Freiherr v. Gersdorff, ebenfalls aus der Malschwitzer Linie,k. poln. und kurs. wirkl. Geh. Rath und Plenipotentarius beim Reichs-convente zu Regensburg, wurde 1723 vom Kaiser Carl VI. in den Reichs-grafenstand erhohen. Dieselbe Würde erlangte 28. Aug. 1745 im Säch-sischen Vicariate Gottlob Friedrich Freiherr v. Gersdorff, k. poln. undkurs. Conferenzminister und Vorsitzender wirklicher Geh. Rath. Die Nach-kommenschaft des Grafen Christoph Friedrich, welche als Linie zuUhyst an der Spree aufgeführt wurde, erlosch im Mannesstamme schon15. Juli 1751, und die Nachkommenschaft des Grafen Gottlob Fried-rich, welche als Linie zu Baruth vorkam, am 22. Juli 1790.

Den preussischen Grafenstand erhielt 7. Jan. 1S24 George Ernstv. Gersdorff, Sohn des k. sächs. Oberforstmeisters v. GersdorfT.

Graf GEORGE ERNST, geh. 22. Oct. 1796, Erbherr auf Herms-dorf, Jannowitz und Lipsa, Mitglied des Provinzial-Landtags von Schle-sien, k. preuss. Kammerherr, war in erster Ehe vermählt mit Henriette