Druckschrift 
1 (1852) A - K
Entstehung
Seite
249
Einzelbild herunterladen
 

GRAFEN V. FUGGER.

249

Grafen v. Fugger.

fintljoltfd). iSagcnt ttnö Württemberg.

Besitz in Bayern: die Grafschaft Kirchberg, die Herrschaften Wollcnstetten, Marstetten,Weissenborn und Pfaffenhofen; die Herrschaften Geitersdorf, Zinneberg, Adels- undMattenhofen, die Grafschaft Mickhausen; die Herrschaft Glött, Oberndorf und Nor-dendorf; die Herrschaft lllumenthai, die Standesherrschaft Kirchheim, Eppishausenetc.; die Hoheneckschen Güter etc. etc,llen Häuptern der Häuser dieser Familie kommt das Prädicat:Erlaucht" zu.

Wappen: quadrirter Schild; 1 und 4 von Gold und Blau der Länge nachgelheilt; in der goldenen Hälfte steht eine blaue, in der blauen eine goldene Lilie.2 in Silber eine rechtsgekehrte, schwarzgekleidete Jungfrau mit fliegenden, docham Kopfe zusammengebundenen Haaren und mit einer Krone auf dem Haupt; siehält mit beiden Händen eine rotlie, mit einer silbernen Borte eingefasste bischöf-liche Inful. 3 in Roth drei quer über einander gelegte silberne gekrümmte Jagd-hörner mit goldenen Schnüren, welche die Mundstücke rechts unter sich kehren.Auf dem Schilde erheben sich zwei Helme. Der rechte gekrönte Helm trägt zweiBiitfelshörner, von denen das rechte golden, das linke blau ist, und zwischen den-selben schwebt eine von Blau und Gold der Länge nach getheilte Lilie. Auf demlinken Helme steht der Rumpf der schwarzgekleideten Jungfrau des 2. Feldes,welche die Inful auf dem Kopfe trägt und die Haare in einen Zopf gellochtcn hat.Die Helmdecken sind rechts blau und golden, links schwarz und silbern, und dasGanze umgiebt ein blauer, mit Hermelin gefütterter und von einem Fürstenhutebedeckter Wappenmantel.

Wappen der Grafen v. Fugger-Kirchheim-Hoheneck: quadrirter Schild mitMittelschild. Im rollten Mittelschild ein silberner Pfahl, welcher rechts und linksvon fünf goldenen Schindeln so beseitet wird, dass drei derselben der Länge nachunter einander zunächst am Pfahl, zwei aber unter einander gegen den Seitenranddes Schildes auswärtsstehen. 1 und 4 wie oben beschrieben, nur sind die Liliennicht neben einander gestellt, sondern die blaue Lilie steht mehr gegen den Fuss,die goldene mehr gegen das Haupt des Feldes. 2 in Silber eine vorwärtsgekehrteJungfrau mit einer dreispitzigen, mit drei Perlen gezierten Krone, welche mitschwarzem Leihrock und grünem, bis an die Einbogen reichendem Kamisol mit her-