Druckschrift 
1 (1852) A - K
Entstehung
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grafen v. fernemont.

leren Helme steht der preussische schwarze Adler des Mittelschildes, und auf demlinken ein vorwärtssehender, mit Laub umgiirteter wilder Mann, welcher auf derrechten Schulter eine Keule trägt und die Linke in die Seile stemmt. Die Helm-decken sind rechts schwarz und golden, links silbern und roth. Den Schild haltenmit beiden Vorderpranken zwei goldene Greife. Wissgrill giebt nach bestätigtenAhnenproben das Wappen nur, wie folgt, an: goldener Schild, durch dessen Mitteüber quer ein breiter weisser, am oberen und unteren Rande aber rotheingefasslcrBalken, oder Band, gezogen ist. In der oberen goldenen Schildeshälfte schwebteine grosse dunkelrothe Rose ohne Stengel. Den Schild ziert eine goldene Grafen-krone, und zu beiden Seiten finden sich goldene und rothe Decken.

Altes, aus Piemonl stammendes Geschlecht, welches später nachLothringen und in die Niederlande und kurz vor Anfang des 30jährigenKrieges nach Oesterreich und Schlesien kam. Der alle Geschlechtsname,welchen die Familie neben dem jetzigen lange beibehalten, war Barbice,Barbiz oder Barwiz (Barwitz). Johann v. Barwiz, verm. mit Anna He-lena de Hornes, Gouverneur von Poil dougre, lebte zu Anfang des 15.Jahrhunderts. Johann v . Barwiz, k. Reichshofrath, erhielt mit Er-neuerung und Bestätigung seines alten Adels 1592 vom Kaiser Rudolph II.den Reichsadel und erwarb die Herrschaft Gilgenberg in Niederösterreich.Johanns Sohn: Johann Franz Barwiz Freiherr v. Fernemont soll letzle-ren Namen von dem in der Grafschaft Namur gelegenen Stammgute Fer-nemont nach Einigen zuerst angenommen haben, doch giebt Wissgrillan, dass schon der Vater, welchen er Johann Baptist nennt, sich Frei-herr v. Fernemont genannt habe. Johann Franz , geb. 1597, gest. 1667,k. General-Feldzeugmeister und Hofkriegsrath und zuletzt k. Gouverneurund Contmandanl zu Gross-Glogatt, verm. mit Clara Eugenie Gräfin v.Frezin-Gaure, besass die Baronie Fernemont und die Herrschaft Parielteund Touche in der Grafschaft Namur, so wie Gilgenherg in Niederöster-reich, wegen welcher Besitzung derselbe 1643 Mitglied des österreichi-schen Herrenstandes wurde, und Zauche in Schlesien, erkaufte auch spä-ter die Herrschaft Pürschkau und Schlawa, welche er laut Testaments vom13. Sept. 1667 zu einem Majorat für seinen weiter unten anzuführen-den Enkel Johann Franz Wenzel Barwiz Freiherr v. Fernemont bestimmte. Nach Wissgrills Angaben hinterliess Ersterer zwei Söhne: JohannAlexander und Johann Wenzel . Von diesen Söhnen vermählte sich Er-sterer mit Anna Calharina Freiin v. Zierotin, und aus dieser Ehe stammLeJohann Franz Wenzel , geb. 1659, gest. .1722, welcher, verm. mit Fran-zisca Gräfin v. Lodron, einen Sohn, Johann Franz , hinterliess, welchersich mit Maria Josepha Gräfin v. Wilczeck vermählte. Von JohannAlexanders Bruder: Johann Wenzel , stammten aus der Ehe mit MariaAnna Gräfin v. Praschma zwei Söhne: Johann Wilhelm und Franz Carl,welche 1730 vom Kaiser Carl VI. in den Grafenstand erhoben wurden.Graf Johann Wilhelm, k. k. Kämmerer, Landrechtsbeisitzer in Schlesienund Landesältester in Glogau, lebte noch 1734, und hinterliess einenSohn: Grafen Johann Wenzel.

In Preussen erhielt das gräfliche Haus vom König Friedrich II.13. Sept. 1748 ein Anerkennungsdiplom, welches namentlich für dieGebrüder Johann Franz , geb. 1722, gest. 1770, und Ignaz Grafen v.