224 GRAFEN V. ETZRCRFF, EZMORFF.
Grafen v. Etzdorf!', EzdorfT.
ftatljolifd). Sägern.
Wappen: quadrirtcr Schild mit Mittelschild, in welchem in Gold einschwarzer rechtssehender Adler steht. 1 und 4 in Silber auf grünem Dreiberg eineinwärtsspringender rotlier Hirsch von zehn Enden; 2 und 3 in Roth ein von Sil-ber und Schwarz der Länge nach und dreimal mit gewechselten Farben querge-theilter Streitkolbenknopf. (Im Slammwappen steht im Schilde der Hirsch und aufdem Helme der Streitkolbenknopf.) Den Schild deckt die Grafenkrone und aufderselben stehen drei gekrönte Helme. Der rechte Helm trägt den rothen Hirschdes 1. und 4. Feldes wachsend und linksgekehrt; der mittlere den schwarzen Adlerdes Mittelschildes; der linke den Streitkolbenknopf des 2. und 3. Feldes. DieDecken sind rechts rotli und silbern, links silbern und schwarz. Den Schild haltenzwei geharnischte Männer mit Schwertern umgürtet und mit Spornen an den Stiefeln.Die Helme derselben sind mit zwei rothen und einer silbernen Straussenfeder be-steckt und das Visir ist herabgelassen. Mit der einen Hand halten sie den Schildund mit der anderen eine zur Erde gestellte Standarte. Die daran hängende Fahneist bei dem Schildhalter zur Rechten golden mit einem schwarzen doppelten Ad-ler, bei dem Schildhalter zur Linken schwarz mit goldenen Fransen besetzt undmit einem goldenen rechtsstreitenden Löwen belegt.
Alte thüringische Familie, deren gleichnamiges Stammgut im AmteEisenherg liegt, und die später im Meissnischen und namentlich im frän-kischen Canton Odenwald begütert war. Heinrich Ritter v. EzelsdorlTkommt urkundlich zuerst 1270 als Zeuge vor, und 1274 üherliess der-selbe seine beiden Höfe in Eisenberg dem Landgrafen Albrecbt in Thü-ringen, welcher sie dem Kloster zu Eisenberg schenken wollte. Baltha-sar lehte um das Jahr 1496; die Brüder Hans Heinrich und Melchiorzu Rohmen und Herschdorf 1547. Die Söhne derselben, Joachim undWilibald, errichteten ihrer Güter wegen 157 5 einen Verlrag, und Hein-rich war um diese Zeit herzoglicher Rath und Rentmeister zu Coburg.Friedrich kommt 1588 als Hauptmann zu Jena, und Christoph in dem-selben Jahre als Amtmann zu Reinhild vor. Hans Wilhelm starb 1640als grällich Stolbergischer Haus- und Forstmeister, und Hans Friedrichund Heinrich besassen 1670 mehrere Güter im Allenburgischen. Umdiese Zeit war Georg Friedrich sachsen-gothaischer Obersleuereinnehmerund Oberkriegscommissar. Derselbe hinterliess eine zahlreiche Familie,und wahrscheinlich ist ein männlicher Sprosse desselben nach Bayern